9von10 machen die gleichen Fehler-Du auch?
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Trainingslehre
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 10.05.2015 - 18:40
Im Moment lese ich von MacLeod oben genanntes Buch...Was sind Eure Erfahrungen, Meinungen, Beobachtungen, Umsetzbarkeiten, etc. bzgl. seiner Aussagen, Thesen,Ratschläge, Hinweise, etc.
Ich prsl.konnte mich teilweise in der Einen oder Anderen "Sackgasse" exakt wiederfinden...
Hab z.B. grad heute dadurch (MacLeods Tipp, die Füsse mit "einzukrallen") mein 2jähriges Boulderprojekt im ERSTVERSUCH lösen können (und weil en Kumpel mir 2 Matten druntergelegt hat und ich sonst immer ohne unterwegs bin ), aber trotzdem, ich konnte derart "Beschleunigen", dass ich fast über den Zielgriff "hinausgeschossen" bin...
Würde mich über ein Smalltalk über Eure Erfahrungen freuen...LG Tom |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 10.05.2015 - 19:14
Hmmm, ich hab das Buch vor zwei Jahren geschenkt bekommen und hab noch nie reingeschaut.... aber es soll super sein |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 10.05.2015 - 20:27
Hallo Kalle und Tom,
habe das Buch auch vor 2 Jahren gekauft und ruckzuck durchgelesen. Dafür ist es aber eigentlich viel zu schade. Als ambitionierter Sportkletterer sollte man die Nase da viel öfters mal reinstecken, weil man immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt oder sich eigentlich offensichtliche Sachen erst wieder bewusst macht und weil´s super motiviert
Hab das Buch eben gerade rausgekramt und schon in der ersten Textpassage habe ich einen meiner Kletterspetzl erkannt
Wenn ich hier demnächst kein Lebenszeichen mehr von mir gebe, wisst Ihr, warum
Und wenn mir der Dave dann geholfen hat, mein Jahresziel zu erreichen , dann hört Ihr an dieser Stelle wieder von mir - versprochen!
Gruß Martin |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 10.05.2015 - 21:34
Du meinst wohl eher, Du hast DICH in der ersten Textpassage erkannt...
Ich hab mich schon im Buchtitelbild wiedererkannt!
Aber mal serious:
Was ich bisher brauchbar fand an "Tipps" und Umsetzbarkeit, ist/sind folgende Aufforderungen:
1. Nicht bei jedem Klettern das Maximale von einem selbst erwarten.
2. Viele neue Touren/Routen probieren und aber auch sich mit seinen lovely Zügen belohnen.
3. Für sich zu klettern und nicht überlegen, ob der Nebenmann Dich als Gurke sieht, wenn Du patzen solltest...deswegen auch bewusst dort klettern, wo viel los ist.
4.Das besagte Einkrallen der Füße und Schwung mitnehmen.
5. In "am personal Limit Touren" zügig steigen und nicht ewig nach besseren Lösungen suchen (Kraft reicht nicht bis zum Ende).
6. Nach besseren Lösungen bewusst lange suchen in Touren 2/3 Grade unter personal best (dann hat man wieder das Kletternachbarproblem..wie komm ich mir vor, wenn ich in nem Pfälzer 3er da rumdoktore und neben an klettert die "hübsche Simone"...
7. Viel abgucken von besseren Kletterern und darüber reden und versuchen, die Kombis abzuspeichern und gedanklich immer wieder nachzuklettern.
Achja und das WICHTIGSTE:
Laut Dave gibt es weder zu dick, Kalle
noch zu dünn groß klein und überhaupt, alles hat Vor und Nachteile...hilft mir aber auch nicht wirklich weiter, wenn ich mein Schwabbel im Spiegel seh... |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 10.05.2015 - 22:14
Die häufigsten den Kletterfortschritt und den Kletterspass hemmenden "Fehler", die ich beobachte, sind:
1. Zu viel Angst vorm "Versagen" und zu wenig Frustrationstoleranz führen dazu, zu wenig zu wagen und zu kämpfen und zu schnell aufzugeben.
2. Die Füsse werden nicht genauso kreativ und exakt wie die Hände benutzt und berücksichtigt.
3. Die Bewegung kommt nicht aus der Körpermitte.
4. Für das Erarbeiten und Merken der schweren Passagen fehlt die Geduld, lieber haut man zig Versuche rein und lässt sich nach dem Rausfallen wütend ablassen.
5. Die Pausen zwischen den Versuchen sind viel zu kurz.
6. Der "leichte" Ausstieg wird nicht genau angeschaut oder nicht unter dem Aspekt "platt, wenn dort" ausgebouldert.
7. Es werden keine Alternativbewegungen wie Zwischengriffe ausgebouldert.
8. Regeln wie "nur Rotpunkt/ Vorstieg gilt" sind ein selbstauferlegter schwachsinniger Zwang. Warum nicht topropen, wenns mehr Spass macht?
9. Viele sagen sie brauchen mehr Kraft und klettern doch mit der Kraft für nen 11er im 5ten Grad herum.
10. Wenn man einen der oben genannten Punkte anspricht, will das keiner hören. |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 11.05.2015 - 06:54
Oh ja, Anna, die Versagensangst bzw. Sturzangst hemmt ungemein, zur "Bekämpfung" derer bräuchte ich aber mal wieder ein über Jahre mich begleitender, regelmäßiger Seilpartner, aber die heutigen Lebensumstände bieten so wenig übereinstimmende Zeitpunkte...
Und bei dem schön formulierten rotpunkt/onsight Zwang bin ich absolut bei Dir...insbesondere bei mir in der Pfalz gilt unter den Locals topropen als absolutes Angsthasenklettern (wobei alle es ab und zu gerne tun an nem Klettertag, weil die Vorstiegspsyche nach der zweiten Tour schon ganz schön aufgbraucht ist...zumindest bei MIR)und wir machen in der Tat zu wenig Pausen...deswegen kletter ich gerne zu dritt...das passt aber einigen nicht so, da viele Meter machen wollen...,wenn sie schon mal am Fels sind...
Zur Fusstechnik möchte ich behaupten, dass man sich erst dann auf sie richtig konzentrieren kann, wenn man Finger/Armkraft in dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad richtig satt hat, um mal auch ohne Gestöhne nen Tritt zu wechseln und auszuprobien.
Und das mit der Hüfte hatte ich gestern wieder, ICH BIN DA EINFACHRICHTIG UNBEWEGLICH!!! PUNKT Wie soll man diese Beweglichkeit denn trainieren???
Und Dein Punkt "Alternativbewegungen probieren" sehe ich genauso, wobei ich hier die Erfahrung gemacht hab, dass es richtig was bringt, mit jemanden zu klettern, der mind. ein Grad über Dir rumdaddelt und auch bereit ist, von seiner "Felszeit" was zu "opfern", um Dich zu coachen.
Und zu Deinem Punkt 10:
Vielleicht liegt es bei Dir daran, dass Du (als Frau wohlgemerkt ) bei 99% der männlichen Kletterfraktion deren geheimste Ziele und Träume zum Aufwärmen vorturnst... |
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Hartwig Pudzich 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 11.05.2015 - 08:21
Ich habe das Buch in Englisch gelesen, und so viel neues steht, für jemanden der sich vorher schon mit Trainingslehre beschäftigt hat, eigentlich nicht drin.
Was gut ist, sind die verständlichen Erklärungen sowohl von Verhaltensmustern und auch der Möglichkeit diese zu verändern.
Im großen Kontext wird aber auch eigentlich "nur" das gängige Muster des schwächsten Gliedes bearbeitet, also das zu machen was man nicht gerne macht, bzw. nicht kann und hauptsächlich an diesen Schwächen zu arbeiten.
Das Kapitel das mir am meisten geholfen hat war "Fingerboard rules" ;), der Verweis darauf, bzw. auch die Traininspläne von Ned Feehally haben mir geholfen eine längere Verletzungsbedingte Auszeit (Knie-OP letztes Jahr) ertragsreich zu verbringen.
Ansonsten kann ich nur unterschreiben was Anna im Vorpost gesagt hat.
Und topropen bzw. nachsteigen ist genauso eine sehr gute Möglichkeit Angstfrei Sachen auszuprobieren, die man sonst nie machen würde!
Grüße
Hartwig |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 11.05.2015 - 08:26
11. Durch zu hartes sichern wird einen der Mut für den Vorstieg genommen, hab ich gestern schön beobachten können. Von dem Herren hätte ich mich auch nicht sichern lassen wollen. |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 11.05.2015 - 09:39
ich hab das Buch gelesen und mich sehr darüber geärgert. Es besteht aud 98% stupiden Wiederholungen des bereits Gesagten. die Essenz aus dem ganzen hätte auf weniger als 2 DinA4 Seiten gepasst. Gut es muss einem manches selbstverständliche mal wieder bewusst gemacht werden, aber doch nicht vier mal hintereinander. Hier sind 4 Seiten Ratgeber auf ein Buch gestreckt worden....
Allerdings war die Essenz auch mir bei ein zwei Boulderproblemen gleich ein Erfolg
Aber die Zusammenfassung von Chris und Ergänzung von Anna halte ich für informativer als das ganze Buch! |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 11.05.2015 - 09:41
Andersrum , ich habe nur ergänzt |
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