Krafttraining ja, Übertraining - nein danke.
Kletterforum ->
Trainingslehre
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 09:22
Puh, das wird jetzt ne größere Geschichte danke für die vielen Antworten!
Also erst mal zu Chris, weil der gerade in der Leitung hängt:
Hauptdefizite:
- Fingerkraft (fehlt jedem )
- Körperspannung(fehlt wohl vielen)
- Zehenkraft (großer Onkel, fehlt speziell mir)
- Schulter (5-7 Sek. einarmig fixieren klappt, danach tut mir aber die Schulter weh. Klappt also doch nicht.)
Die junger Hupfer-Zeiten sind mit 60 Lenzen vorbei. Weiß ich und merke ich auch besonders an der Regeneration. Also ist eher Altherrentraining angesagt. Darüber gibt´s aber fast keine Infos. Einer in meinem Alter hat mal gepostet, dass er jeden Tag trainiert, halt nicht so intensiv, aber mit guten Fortschritten. Was konkretes hat er allerdings nicht wissen lassen. Und jeden Tag trainieren wäre auch nicht meins.
Ich trainiere gerade nach dem Muster eines Neunerkletterers. IK-Training jeden 2. Tag. Bisher scheint´s ganz gut zu funktionieren, obwohl dieser Rhytmus nicht den gültigen Trainingsplänen (für jüngere Kletterer) entspricht. Vielleicht können sich ja "Alte Hasen" beim Training nicht mehr so reinhängen/platt machen, wie die Jungen
Deshalb wären mir auch persönliche Erfahrungen am wichtigsten - auch jenseits der Trainingslehre.
Die allgemeinen Übungen:
- verschiedene Arten von Klimmzügen
- Liegestütz mit und ohne Ringe
- Dips mit Ringen
-Bauchwippe
- barfuß an 40-Grad-Brett ranziehen, gestreckt und gebeugt
- barfuß in Dach-Position bringen und Tritte einkrallen (quasi die Vorstufe zur Vorstufe der Hangwaage) allerdings ist hier die Beinkraft mit eingebunden
...und da Kalle auch gerade online ist:
Die Periodisierungsmodelle und Trainingszyklen haben sich mittlerweile auch schon wieder etwas geändert (siehe Köstermeyer). Zu Gunsten von weniger Pausentagen, mehr Abwechslung im Training und kürzeren Trainingszyklen. Schreibst Du ja teilweise auch so. Werde daher mal zwischendurch (z.B. heute)eine IK-Einheit durch eine etwas leichtere Systemboulder-Einheit ersetzen.
Fortsetzung folgt...
Gruß Martin |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 09:35
Ist mit Sicherheit so, dass meine Trainingsinfos nicht mehr up to date sind. Wollte damit einfach nur sagen, dass die Pausen wichtig sind - lieber zu lange als zu kurz.
Und vor allem unterschiedlich trainieren.
Was meiner Meinung auch ganz wichtig ist, dass man die trainierte Kraft an die Wand bringt. Ein Hook an der richtigen Stelle kann mehr bringen, als 5 einarmige Klimmzüge |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 09:43
HiGH Martin, eine lebende Kletterlegende hat mir mal geraten, weil ich seine Erstbegehung einfach nicht hochkomm`... und ich ihm die Ohren vollgenöhlt habe, dass ich eigentlich die Einzelzüge gar nicht mal so ....ach vergiss es ... Er meinte kurz und knapp: Vielleicht sollte ich meine Herangehensweise mal überdenken... !
Das tue ich bis heute. Seitdem war ich auch nicht mehr in der Tour ! |
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Alex Runhardt 

Beiträge: 36
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 10:28
Einarmig fixieren???!! Sorry, aber ein Kraftdefizit scheinst Du nicht zu haben...
Herangehensweise überdenken schadet nix (HIGH Five an Thomas ;) )... Wenn Dein derzeitiger Trainingsplan keine Erfolge erzielt (spricht ja nix dagegen das erstmal 6 Wochen zu machen, was Du ausgearbeitet hast wenns Dir Spaß macht), dann kannst Du ja mal darüber nachdenken, Dich mit Kalles Drohne filmen zu lassen und dann eine tatsächliche Defizitanalyse zu starten. 
Was sagen andere über Deinen Kletterstil, bist Du zu hektisch, zu langsam/zu statisch, nutzt Du die Schüttler zu wenig/taktierst Du schlecht, wie siehts mit den Clips aus, was sagt die Fußtechnik...
Dann muss man "nur" noch herausfinden, wo die Ursachen dieser Probleme liegen... (Einen Schüttler schlecht nutzen können kann zB an schlechter lokaler Ausdauer liegen, aber auch an miserabler Hüftbeweglichkeit oder an schlechter psych. Belastbarkeit/Stress usw...).
Eigentlich macht man sowas heutzutage nicht mehr, stur nach solchen Fitnessplänen wie Deinem zu trainieren... |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 11:01
Ja Kalle, sehe ich auch so. Auch das mit dem Kraft an die Wand bringen.
Habe heuer im Frühjahr im "Schlaffen Affen" 8- (weiter Henkelreißer am Einstiegsüberhang) jemanden gesehen, der da einarmig raufziehen wollte. Meinen Tip mit dem Hook hat er ignoriert und nach ein paar Versuchen erfolglos aufgegeben...
Gruß Martin |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 11:04
Hallo TomTom,
sollte wohl auch mal meine Herangehensweise an den 9. Grad überdenken
Nimmer rangehen, dann spar ich mir das hier alles
An Dein Nordwanddach geh ich auf keinen Fall ran!
Gruß Martin |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 11:23
Hallo Martin S.,
wohne seit 4 Jahren in der Fränkischen und will´s seit dem noch mal wissen
1. Jahr 6+/7-
2. Jahr 8-
3. Jahr 8. Grad
4. Jahr 8. Grad
Und da scheint sich das jetzt bei ca. 3x Klettern pro Woche einzupendeln.
Würde in der nächsten Saison gerne Routen im unteren 9. Grad, die mir liegen (Ausdauer) im 3. bis 9. Vorstiegsversuch (=2-3 Klettertage) schaffen. Wenn sowas dann innerhalb von 4-6 Wochen klappt, wäre das toll. Bis 8+ hat das in dem Stil ja bisher auch funktioniert.
Gruß Martin |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 11:27
Ist zwar echt abgedroschen aber den meisten fehlt am wenigsten die Kraft.
Also ich kann schomal weniger lang einarmig blockieren als DU. Mir tut aber danach die Schulter nicht weh, was machst du zur Stabilisierung deiner Schulter, dehnst du deine Großen Muskeln um die Schulter zu entlasten?
Fehlt dir wirklich die Fingerkraft für den 9ten Grad?
Meine Erfahrung:
- Defizite selbst erkennen, Videovergleich einer Tour mit
anderen Kletterern bietet sich da an.
- Kritik von anderen Kletteren durchdenken
- Nur die wirklichen Defizite trainieren
- ich trainiere max 2 mal die Woche für 45-60min
- tägliches Dehnen
- Ausgleichstraining und Training der tiefen, kleinen und
meist vernachlässigten Muskelgruppen
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 11:28
Dann bist doch auf einem guten Weg. Je näher man an seinem persönlichen Limit klettert, umso länger braucht man einfach für eine Steigerung und umso mehr muss man dafür auch tun.
Aber eine (neutrale) Selbstanalyse würde ich Dir auch mal empfehlen. Wenn man an der schwächsten Schraube dreht hat man größere Erfolge, als wenn man seine Stärken fördert. Dass es bei Dir an der Kraft liegt, denke ich nämlich nicht |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 02.12.2015 - 11:37
Hallo Randolph,
ich gehe halt nicht zum Hallenklettern. Dafür soll am Freitag die Sonne scheinen und da bin ich dann am Weißenstein oder am Student 
Meine Allgemeinübungen sind schon kletterspezifisch. Alles von klettertraining.de usw. abgekupfert. Dass die Fortschritte bald nachlassen werden, denke ich auch. Ich werde mir dann Gedanken über eine Trainingsumstellung machen müssen. Solche Ideen könnte ich auch brauchen. Ausdauer brauche ich nicht extra zu trainieren, denke ich. Die geht schnell und kommt bei mir aber auch schnell wieder. Zum Glück
Gruß Martin |
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