Krafttraining ja, Übertraining - nein danke.
Kletterforum ->
Trainingslehre
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Joe Wiedemann 


Beiträge: 30
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Beitrag vom: 21.01.2017 - 22:09
Blöderweise hat sich auf dem Tablet gerade eine ganz ausführliche Antwort ins Datennirvana verabschiedet .
Also nochmal in Kurzform:
Danke für Eure Posts .
Meine Historie:
1996 in der Fränkischen angefangen, 6+ ging im ersten Jahr
dann Stagnation, weil ich eine gewisse (GRRRR) 7- nicht hochkam und dachte, etzala mach ich erst mal "alle" 7- bevor ich in die 7er gehe
2000 Umzug nach Sachsen - da ist man eher mit Überleben als Schwerklettern beschäftigt. Dafür lernt man "Nerven bewahren", "Reiben" und Rissklettern ;).
2005 zurück nach Franken inzwischen ging 7+ stabil
2008 Rappel bekommen, 8- angegriffen und geschafft
2011 Angefangen, zu "trainieren"
2013 halb 14: Ausland, nur Plastik aber mit Plan
2014: superstarke Saison in punkto Qualität
2015: Sch.. jahr, Arbeistsstress, Sehnenscheidenentzündung, ...
2016: Masse und Klasse top :)
In Kurzform auf 8a:
https://www.8a.nu/?IncPage=https%3A%2F%2Fwww.8a.nu%2FUser%2FProfile.aspx%3FUserId%3D44439
Jetzt zu Euren Antworten:
Kalle: Varieren ist richtig, machen ich "aber" schon denke ich. Wobei ich mich da gerade ein kleines Thema habe, dazu später / woanders.
Martin: Richtig! Das mache ich jetzt seit 3 Monaten. Manchmal wirds mir inzwischen beim Ziehen an den kleinen Griffen schwarz vor Augen - in meinem "Trainigsalter" dauert es vermutlich sehr lange, bis sich die interne "Vollgaslimitierung" löst und ich da einen Fortschritt sehe. So muß ich mir das "Kraftplateau" erklären. Ich stelle an einer der Leisten auch auf. Nutze eine "große", eine "kleine" und ein Loch für zwei 2-Fingerpaare. Einzelfinger kann ich mal als Variation einbauen. Nachteil ist der Zeitaufwand bis man alle durch hat...
Florian: Du Glücklicher, 9 ohne Training. Meine Technik hat sich glaube ich schon ganz gut verbessert, feedback dazu bekommt man halt nur selten. Ich bin auch nicht so oft mit Schwerer kletternden unterwegs - zumindest draußen nicht. Sollte ich ändern, nur wie .
Wo Du Recht hast, ist das Thema "Hallen". Die Blockhelden sind ein gutes Beispiel . Deshalb gehe ich jetzt verstärkt in unsere "klassische" Halle: Alles voll mit Griffen und Spax-(tritten). Fordert die Phantasie und ist realistischer als das Sloper- und Volumegehampel in den Kommerztempeln.
Anna: "Übertraining" - spannendes Thema. Ich glaube nicht, da ich keine "unerklärlichen" Gewichts-, Schlaf- oder Motivationsprobleme bzw. Verletzungen habe. Was gibt es denn sonst für "klare" Symptome?
Ich möchte mein "Training Regime" jetzt nicht ohne triftigen Grund fünf Wochen vor dem nächsten Spanientrip ändern - bisher hat es sich ja recht gut bewährt...
Thema "Analyse": Hmmm, siehe oben. Wobei - einen netten 7c-Mann kenne ich, den sollte ich mal zu einem Heldbräu einladen nach einer Session im CK ;).
Bis bald
PS: Wer mich beim Klettern sehen will, schaue hierhin: https://vimeo.com/user21478753/videos
Vielleicht fällt Euch ja gleich was auf - gibt dann auch ein |
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Florian Nixmann 

Beiträge: 63
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Beitrag vom: 22.01.2017 - 12:22
Hallo, Joe!
Das macht mich jetzt etws stutzig. Ich glaube zwar immer noch an technische Defizite, wenn es so zäh voran geht, da es fast immer so ist. Aber wenn du im Elbi vorgestiegen bist, sollte du zumindest eine solide Technik im Senkrechten haben, oder du bist ein unglaublich wilder Hund. Denn ich könnte mir nicht vorstellen, daß jemand von den Kamikaze-Piloten, die man in normal gesicherten Gebieten so sieht, im Elbi mit der Methode auch nur 1 Woche überleben würden.
Also ich meine Leute, die offensichtlich keine Technik haben und sogar senkrechte Leistenrouten mit Kraft durchballern - immer unkontrolliert an der Sturzgrenze.
Achtung: Nur weil jemand 7c klettert, heißt das in der Fränkischen noch lange nicht, daß er technisch gut klettert, da man dort doch Einiges mit sinnlosem Durchreißen hochkommen kann. Selbst in senkrechten Routen habe ich das schon häufig gesehen. Das sieht dann aber meißt so furchtbar aus, daß du es sicher erkennen würdest. Schau dir deine 9er- Kletterer erstmal genau an. Nur wenn du den Eindruck hast, daß die in ihren Projekten so elegant unterwegs sind, daß es leicht aussieht bis sie abtropfen, dann kannst du dir vielleicht einiges abschauen.
Ich kenne auch 8a- Kletterer, die immer vergessen, daß sie auch ein zweites Bein haben und so am Fels klettern, wie sie es in den schlecht geschraubten (trittlosen) Hallenrouten gelernt haben. Nach dem Motto: Die Kraft recht ja!
Sieht aber sch... aus und: Sie könnten mit einer ausgefeilten Technik auch 8c Klettern. Da habe ich keine Zweifel.
Noch ne Frage: Was heißt CK? Heldbräu kenn ich
Und nochn Tip: Wenn du nach Spanien in den Kletterurlaub willst, dann willst du sicher möglichst viele Tage klettern. Mach vorher eine Woche kein Krafttraining und besser auch nur wenig klettern, damit du voll erholt dort ankommst! Kannst dich dann bei dem Quatsch auch nicht noch verletzen kurz bevor es losgeht. Und in Spanien ist das Verletzen eher schwer, da die Routen ja meist lang, submaximal und fingerfreundlich sind.
lg Flori |
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Joe Wiedemann 


Beiträge: 30
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Beitrag vom: 22.01.2017 - 12:58
Jupp. Das mit der Technik ist halt ein schwieriges Thema, zumindest aber denke ich ein recht großes Repertoire von Bewegungen abrufen zu können. Zugegeben ist das im (Onsight-)Vorstieg draußen oft kleiner als in der Boulderhalle.
CK steht für Café Kraft. |
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Angie Schönberg 


Beiträge: 268
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Beitrag vom: 22.01.2017 - 19:33
Hallo Joe,
habe mir mal ein Video von Dir angeschaut 7+ im Allgäu.
Hast du schon mal etwas von Entkoppeln gehört?
Nachgeben & Entkoppeln (langer Arm)
Zur Vorbereitung nachgeben, einen „langen Arm“ machen
Entkoppeln: Füße setzen ohne die Arme zu beugen
Hat den Vorteil:
1. Du brauchst weniger Kraft, klar die Arme sind entspannter.
2. Wenn Du im entspannten Zustand die Füße bewegst weißt Du wo Deine Füße hin müssen so dass Du so wenig wie möglich Drehmoment im Körper hast.
Wäre ein Punkt in der Klettertechnik.
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 22.01.2017 - 20:16
Hallo Joe,
habe mir gerade Deine sehr intesessanten und humorvoll kommentierten Videos angeschaut
Dabei ist mir so einiges aufgefallen:
1.Dein Kletterstil ist ähnlich bedächtig/zögerlich, wie bei mir. Das kostet oft unnötig Kraft.
2.Du trittst gerne sehr hoch an. Das mache ich auch sehr gerne. Ich denke, das ist meistens ein Vorteil.
3.Bei der Trittwahl bist Du öfters unsicher. Du trittst manchmal mehrmals nach und wippst dann auch noch auf den Tritten. Das kostet auch Kraft und lässt eine eher unsichere Stehtechnik vermuten.
Bei Punkt 1 und 3 kannst Du Dich bestimmt noch gut verbessern!
Ich würde einzeln nur den/die stärksten Finger trainieren. Bei mir ist das Mittel- und/oder Ringfinger.
Mir zwickt´s übrigens momentan bissl in den Ellenbögen. Habe heute gleich Dein Antagonistentraining eingebaut. Danke für den Tipp!
Gruß Martin |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 23.01.2017 - 07:56
Hi Joe,
hab dich zwar nur einmal klettern gesehen, da kann man ja nichts sicher ableiten, aber es würde mich wirklich wundern wenn du deine Kraft an die Wand bringen würdest.
Damals sah das alles verkrampft und angestrengt aus. Ich denke der Flori liegt bei dir goldrichtig
Vielleicht sieht man sich ja mal am Fels...... |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 23.01.2017 - 09:55
Ich hab mir jetzt grad noch das Video von Kalymnos angeschaut. Klar, es ist Flash, aber Du greifst fast jeden Griff mehrmals nach, suchst also immer mit den Händen nach den richtigen Positionen.
Sinnvoll wäre es, den Griff kurz mit den Augen zu analysieren, einmal sauber zu greifen und dann gleich weiterzusteigen. Spart eine Menge Züge und reduziert die Zeit in der Tour, was wiederum Kraft Reserven für schwerere Routen bedeuten kann. |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 23.01.2017 - 18:11
@ Florian Zitat: Heute ist es leider in den meisten Hallen so, daß dort Leute schrauben, die eine so grottenschlechte Klettertechnik haben, daß ihre Boulder bei deren Benutzern genau zu ebendieser Technik führen. Um es hart auszudrücken: Es werden spastische Bewegungen geschraubt!
Kann ich dir nur teilweise recht geben.... Ich kenne diese alten "Boulderhöhlen", bei denen jedes Loch mit einem Plastik Griff/Tritt zuge"müllt" ist. Hier muss ich zugeben war vielleicht ich nicht kreativ genug ( oder zu faul), hier habe ich nur das gemacht was nach fünf bis zehn Versuchen geklappt hat, beim nächsten Besuch konnte ich mich schon nicht mehr erinnern, was ich probiert habe. Ich finde die neuen Boulderhallen für mich attraktiver. Ich erkenne hier natürlich die Kraftboulder und/oder Schwierigkeit NUR durch "Längenzüge-Boulder", aber der Großteil der Boulder war immer auch interessant. Hier gibt es denke ich zwischen den Hallen und den Schraubern ernorme Unterschiede.
Wenn ich dann einen typischen "Männeranfänger" in einem Kraftboulder sehe ( den ich nicht oder nur mit viel Mühe schaffe) bin ich vielleicht im ersten Moment ein wenig neidisch, aber diese Boulderer erkennen schon auch, dass das bei anderen besser ( kraftsparender) aussieht. Und nur weil ein Boulder mit viel Kraft machbar ist, heißt das nicht, dass man ihn nicht auch mit guter Technik schafft. Mir haben die neuen Hallen jedenfalls viel für meine Technik gebracht, ich kann sie nicht verteufeln.
P.S. Ich teste in ganz Bayern immer wieder neue Boulderhallen aus.
Würzburg fand ich ganz toll!!!!!
Ulm fand ich ganz schlecht!!!
Kann hier jemand mal seine Meinung zu diesen beiden Hallen abgeben? Würde mich interessieren, ob sich dies mit meinen Erfahrungen deckt.? |
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Joe Wiedemann 


Beiträge: 30
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Beitrag vom: 23.01.2017 - 20:40
@ Angie: Danke, das hört sich gut an. Schön, dass es auch gleich einen Namen hat . Was ich z.B. auch äußerst ungern mache (drin wie draußen) ist einfach mal an die glatte Wand antreten. Passt glaube ich ein bischen dahin. Werde ich mal bewusst einbauen :).
@ Martin: Jupp, ich war schon immer eher langsam. Manchmal stoppe ich die Zeit in Boulderzirkeln oder versuche Routen schnell "hochzuhampeln" bei gleichbleibend guter Technik. Naja, sagen wir mal so: Dass ich so langsam bin, bringt halt auch die gute Ausdauer. Auch schnell Klettern werde ich gezielt einbauen.
Ellenbogen: Ein befreundeter Arzt hat mir kürzlich erzählt: "Dass Thema dauert halt 1-2 Jahre, kamma ned so viel machen. Einfach in den Schmerz hineindehnen und weitermachen". Bei mir isses leicht nervig, aber Klettern geht einwandfrei. Leicht reindehnen tu ich, Dehnen und Gegenspieler sind und bleiben also vorerst im Standardprogramm.
@ Chris: Öhm... ich wußte mal, dass ich diese Krankheit hatte, die sich auf`s Gedächtnis auswirkt... mir fällt boß grade der Name nicht ein . Im Ernst: Deinen Namen kann ich nicht zuordnen... Wo/wann/ in welcher Route hast Du mich gesehen? Dann kann ichs besser einordnen...
@ Kalle: Auf Kalymnos, das bin nicht ich... ebenso in der "Derren Henne", da klettert auch ein Freund. In den restlichen Videos kannst Du hingegen meinen Astralleib in Aktion bewundern .
@ Tina: Hallentesten ist eine gute Idee, ist quasi wie Gebiet wechseln. Aber man kann eben auch auf die Schnauze fliegen ;). Ulm & WÜ kenne ich leider nicht. |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 23.01.2017 - 21:45
Und morgen teste ich Aschaffenburg!- Monkey Cage
Die DAV Boulderhalle dort habe ich schon vor 1 1/2 Jahren getestet direkt nach der Eröffnung, meist sind nach der Eröffnung noch einige Anfangsfehler.... aber Eindruck war damals ganz gut, ist halt keine reine Boulderhalle. Keine Ahnung, wie häufig hier umgeschraubt wird.
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