Klettern - Spiel ohne Spielregeln ?
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Plauderecke
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 12.05.2016 - 20:35
Na schön, dass ich nicht der Einzige bin, der sich da wundert - dachte schon, ich werd alt
Wie heißt´s so schön: Wehret den Anfängen
Fixexen: Ist doch eh egal. Hat der Kurt irgendwann ja auch mal gesagt. Angeblich. Also Rotpunkt 
Vorklippen: Ist doch auch egal. Hab halt keinen Bock, auf die Erde zu knallen. Also auch Rotpunkt 
Toprope: Ist ja eigentlich keine gscheite Begehung
War heute an der Leopoldsteiner Wand. Da gibt´s den direkten Bouldereinstieg (7) zum Kraftmeier. Das ist ein Längenproblem, das ich wohl nie klettern kann. Oder vielleicht doch. Wenn sich irgendwann die 3-stufige "Startladder" durchgesetzt hat
Gruß Martin |
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Daniel Steinbichl 


Beiträge: 45
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Beitrag vom: 12.05.2016 - 21:24
Das Problem, es geht dort oben um Kohle und die Leistungsdichte ist sehr groß. Und irgendwo ist da auch die Grenze des Machbaren erreicht. Um die Skala zu erweitern, greifen unsere sogenannten Cracks dann zu solchen Mitteln (vorclippen, Hilfsmittel etc.). Nicht, dass mich da jemand falsch versteht - ich versuche weder das zu entschuldigen noch gut zu heißen 
Nun zu Alex. Respekt vor Deinen Leistungen. Aber Du bist gut beraten, solche Tricksereien zu unterlassen. Sowas spricht sich schnell rum und dann heißt es: Ach der Alex, der hat sich wieder mal irgendwo hochbeschissen...
P.S.: Beim Radfahren gibts jetzt das Bike-Doping. Da werden winzige Hilfsmotoren unsichtbar in den Achsen eingebaut... |
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Sascha Fink 


Beiträge: 69
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 10:34
40cm Da es hier um Sponsorengelder geht, könnte man sowas auch Betrug nennen... |
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Jürgen Rode 

Beiträge: 11
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 14:21
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei der Route um den ersten Meter geht.
my2cents
Jürgen |
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Michi Müller 


Beiträge: 201
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 14:41
Ob es um den ersten Meter geht ist eigentlich nicht entscheidend. Obwohl, es wird schon einen Grund haben, warum er sich den Einstieg hochgeschummelt hat...
Die eigentliche Frage ist doch, wie genau man es mit den Begehungsstilen nimmt oder ob die nach Bedarf aufgeweicht werden. Wie hoch darf ein Steinmandl werden? 1 Meter? 2 Meter? Warum dann nicht einfach ne Leiter?
Dass die Exen bereits hängen ist inzwischen Gang und Gäbe. Wie Anna schon schrieb hört es sich auf jeden Fall mit einer Rotpunktbegehung auf, wenn auch das Seil vorgehängt ist.
Und sich dann öffentlich bejubeln lassen, welch schwere Tour man wieder geklettert hat  |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 14:41
So, ich bin jetzt wieder etwas schlauer
Habe diese Frage auch auf frankenjura.com gestellt und auf Grund einer aufschlussreichen Antwort kann man wohl folgendes dazu sagen:
In Spanien ist es scheinbar mittlerweile gängige Praxis, bei "unmöglichen" Einstiegen Einstiegshilfen wie Steine und umgefallene Bäume zu bemühen. 2 Einstiegsmeter wegzulassen ist da ganz normal. Das Gros der Kletterer scheint das auch nicht zu interessieren, sonst hätte es sich wohl doch schon auch bei uns herumgesprochen.
Werde die weitere Entwicklung des "Freikletterns" mit Interesse verfolgen und bin schon gespannt, welche "Innovationen" da noch auf uns zu kommen...
Gruß Martin |
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Michi Müller 


Beiträge: 201
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 14:44
Unmöglich heißt doch, dass man zu schwach ist, um die Tour zu klettern. Also NICHT Durchgestiegen !!! |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 16:00
Reinhold Messner hat den übermäßigen Einsatz von technischen Hilfsmitteln seinerzeit als den "Mord am Unmöglichen" bezeichnet.
Warum kann man solche Routen wie "First round, first minute" nicht mit AE/12 bezeichnen? Also technischer Einstieg und dann 12. Grad...
Gruß Martin |
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Chris Schmuck 


Beiträge: 70
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 16:30
Dann müssten die Cracks ja zugeben, dass sie die Tour nicht klettern können. Da ist es doch einfacher, die Klettermoral aufzuweichen. |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 13.05.2016 - 23:42
Hab schon ernsthafte Durchstiegsversuche in der Action directe gesehen, bei denen nicht nur der 2. Haken vorgeclippt wurde, indem sich der Kletterer an der ersten Exe fest hielt, sondern dann auch aus dem Hängen heraus am Band in ca 3m Höhe gestartet wurde. Leider habe ich den angeblichen Durchstieg dann nicht gesehen, aber der wurde offiziel als Rotpunkt bezeichnet. Klar, die ersten Meter sind leicht, aber trotzdem fängt eine Route doch eigentlich unten an und hört oben auf.
Aber wenns ums Geld geht, ist das wohl wurscht! Keiner will zugeben, dass die AD noch immer auf ihre erste Rotpunktbegehung wartet. Das würde mich weitaus mehr beeindrucken als immer diese Angeberei wie "in nur 2 Stunden" oder "bei widrigen Bedingungen"! |
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