Das Bouldern hat sich in den letzten Jahren zu einer eigenständigen Unterart des Klettersports entwickelt, ähnlich wie Beach Volleyball zu Volleyball und Soccer 5 zu Fußball. Inzwischen gibt es eigene Boulderwettkämpfe, Boulderhallen, spezielles Equipment für Boulderer und vieles mehr. Entsprechend gibt es auch Kletterer, die sich ausschließlich aufs Bouldern konzentrieren.
Bouldern kommt vom dem englichen Wort Boulder und heißt Felsblock. An diesem Begriff kann man schon die Unterschiede zwischen Klettern und Bouldern erkennen - Boulderer klettern ohne Sicherung an niedrigen Felsblöcken (evtl. mit einer Matte, auch Crash Pad genannt), die meist 3-4 Meter Höhe nicht überschreiten.
Aber worin liegt nun der genaue Reiz im Bouldern
Der Hauptunterschied zwischen Klettern und Bouldern liegt darin, dass man sich beim Bouldern auch voll auf das Bouldern konzentrieren kann, da man nicht auf die Sicherung achten muss (natürlich muss man auch darauf achten, dass man sich bei einem Sturz nicht verletzt, aber dieser Sicherungsaufwand ist minimal). Weiter hat man durch die kurzen Touren den Vorteil, dass man sie sehr oft probieren und somit auch sehr schwere Kletterprobleme schaffen kann. Die Leistungssteigerung in kurzer Zeit ist oft immens. Weiter läßt es sich auch sehr gut mit Freunden praktizieren, indem man gemeinsam an schweren Bouldertouren arbeitet. Letzter Punkt hat wieder positive Auswirkungen auf die Motivation.
Verletzungsrisiko beim Bouldern
Das Verletzungsrisiko ist leider ein negativer Aspekt des Boulderns, bei dem viel mehr passiert, als beim traditionellen Klettern. Ein Punkt hierbei ist der oben bereits erwähnte schnelle Leistungszuwachs, der vor allem
Verletzungen an Gelenken und Sehnen zur Folge hat. Weiter stürzt man beim Bouldern auch immer auf den Boden (Matten bzw. Crash Pads), was ebenfalls ein erhöhtes Verletzungsrisiko zur Folge hat. Bänderrisse und Knochenbrüche kommen daher sehr häufig vor. Aber wenn man auch beim Bouldern die Sicherheit im Hinterkopf behält und nicht übermotiviert weiterklettert, obwohl die Stelle zu schwer und somit einen unkalkulierbaren Sturz zur Folge haben kann, läßt sich das Verletzungsrisiko natürlich in Grenzen halten.
Ein paar Sicherheitsratschläge
- Nie mit Gurt bouldern, da man sich sonst mit den Schlaufen an den Griffen verhängen sowie auf Schnallen etc. stürzen könnte
- Nicht übereinander bouldern und aufeinander achten
- Evtl. trotz Matten abklettern, wenn der Boulder zu hoch ist
- Auch beim Bouldern die Schwierigkeit langsam steigern, um es den Gelenken und Sehen zu ermöglichen, sich an die hohen Belastungen anzupassen
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