
Mit dem Winter beginnt neben dem normalen Skibetrieb auch wieder die Saison der Skibergsteiger. Weit ab vom üblichen Trubel auf den Pisten, langen Warteschlangen und überfüllten Liftanlagen, können Winter-Liebhaber auf mitunter mehrtägigen Skitouren die freie Natur, angenehme Ruhe und atemberaubende Gebirgslandschaften genießen. Für viele Gipfelstürmer geht es dann hoch hinaus und natürlich auf langen Abfahrten durch den unberührten Tiefschnee auch wieder herunter - Skitouren liegen hoch im Trend.
Was versteht man unter Skitouren?
Auf kurzen, breiten Ski und mit speziellen Bindungen, die beim Aufstieg ein Anheben der Ferse erlauben, heißt es für Skitour-Sportler im Winterhalbjahr "Ab in die Berge!". Ob für Anfänger oder Fortgeschrittene, die alpinen Landschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten Skitouren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade und Längen.
Für ein Wochenende oder auch ganze sieben Tage - Interessierte finden mittlerweile ein breit gefächertes Angebot an geführten Wanderungen auf den Tourenski, beispielsweise auf dem Großglockner, dem 3.798 Meter hohen und damit höchsten Berg Österreichs. Diese Route kann zwar mit einem hohen Bekanntheitsgrad aufwarten, ist allerdings sehr anspruchsvoll.
Skitouren für Einsteiger
Zum Einstieg eignet sich hingegen unter anderem die kurze Zwei-Gipfel-Tour über das Riedberghorn (1787m) und den Großen Ochsenkopf (1662m) im Oberallgäu. Ein hoher Ausgang und gute Schneesicherheit sorgen für lang anhaltendes Vergnügen trotz kurzer Abfahrten, und das auf einer geringen Schwierigkeitsstufe - eine Skitour also mit Spaßfaktor für die ganze Familie.
Schwieriger wird es bereits bei der Skitour zum Fünften Watzmannskind (2225m) im Berchtesgadener Land. Hier ist bereits eine hohe Kondition gefragt, auch muss an bestimmten Stellen mit Lawinen gerechnet werden.
Lawinen- und Skitourenlehrgang
Egal, um welche Route und Gipfel es sich letztlich aber handelt - ohne die vorherige Teilnahme an entsprechenden Einführungs-Seminaren oder
Skitourenkursen, die in Theorie sowie Praxis schulen, sollte man sich generell nicht abseits der belebten Pisten begeben. Denn insbesondere für unerfahrene Skibergsteiger ist äußerste Vorsicht geboten. Der naturnahe Winter-Sport abseits des Massentourismus birgt eine lebensbedrohliche Gefahr: Lawinen. Spezielle Sicherheitsausrüstung, wie ein Lawinensuchgerät, gute Ortskenntnis und eine korrekte Einschätzung der Wetter-Lage sind da unabdingbar. Nur so kann der Spaß im Freien ohne großes Risiko genossen werden.
Am liebsten ist den meisten Skibergsteigern übrigens die unverspurte Talfahrt im körnigen Tiefschnee. Vor allem im Frühjahr finden die Skitour-Fans daher optimale Bedingungen, denn die Lawinengefahr ist dann gering und die weiße Schneedecke verfügt über die richtige Konsistenz. Für viele Freizeitsportler beginnt dann die schönste Zeit des Jahres.
Auch als Wettkampfsportart findet das im Trend liegende Skibergsteigen dabei immer mehr Zulauf. Und unter den Extremsportlern gibt es Grund zur Freude: Für Olympia im Winter 2018 könnte das Skibergsteigen nämlich wieder - wie bereits einst im Jahre 1924 - als eine olympische Disziplin in das Programm aufgenommen werden.
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