Zum Klettern gehört Chalk einfach dazu. Das Magnesiumcarbonat gibt es in den Aggregatzuständen fest oder flüssig. Und auch bei den Darreichungsformen sorgen die Anbieter für Abwechslung. Block, Pulver, Ball oder Flasche, sie alle haben gewisse Vor- und Nachteile. Wir beleuchten die Chalk-Produkte und klären welche Sorte sich für welche Anwendung besonders gut eignet.
Ein Ritual: Der Griff in den Boulderbag
Chalk, Magnesia, Kalk oder Kreide, sie alle stehen stellvertretend für
Magnesiumcarbonat. Der weiße Stoff bindet Wasser und soll feuchten Händen den Garaus machen. Viele Kletterer verwenden Chalk auch präventiv, der Griff in den Magnesiabeutel ist zur absoluten Gewohnheit geworden. Boulderbags sind geräumige Magnesiataschen und bieten häufig mehr Platz als gewöhnliche Chalkbags. Sie wurden speziell für die Bedürfnisse des Boulderns entwickelt. Für die längerfristige Aufbewahrung von Chalk sind Boulderbags und Chalkbags allerdings suboptimal. Viel besser ist die Lagerung in einem luftdichten, opaken Gefäß. Dosen oder Flaschen bieten sich dafür an, denn sie schützen das weiße Gold vor Luftfeuchtigkeit und die Umwelt vor Feinstaub. Chalk, Boulderbags und allerlei gutes Kletterequipment lässt sich über die lokale Einzelhandel Suchmaschine unter
www.locafox.de/muenchen/sport-freizeit aufspüren.
Fest is best?
Der Goldstandard in Sachen Chalk war lange Zeit der gepresste Block. Er ist preiswert, lässt sich optimal transportieren, lagern und nach Bedarf in kleinere Stücke brechen. Wer sich das Zerkleinern sparen möchte, kann Magnesia auch bereits in Pulverform kaufen. Mit dem Griff in den prall gefüllten Chalkbag kann die aufzunehmende Menge an Chalk je nach Situation auf der Kletterroute individuell bestimmt werden. Doch Block und loses Pulver haben einen gewaltigen Nachteil, die Feinstaubbelastung.
Um den übermäßigen Staubflug einzudämmen, haben sich die Hersteller eine alternative Methode zum Auftragen von Chalk einfallen lassen:
Chalk-Balls. Dabei handelt es sich um etwa eigroße Stoffbälle, die bei Berührung Chalk abgeben. So soll das feine Pulver wohldosiert auf die Hände, ohne überschüssigen Staub. Je nach Stoffdichte kann mit einer Berührung eine geringe oder eine mittelgroße Menge an Magnesia gewonnen werden. Die kleinen Chalk-Bälle gibt es in zwei Varianten, als Einwegartikel oder zum Nachfüllen. Nachfüllbare Chalk-Balls erweisen sich als besonders kostengünstig. Schon heute werden die runden bis ovalen Bälle in vielen Kletterhallen gegenüber losem Pulver bevorzugt. Doch das Handling der Bälle ist nicht immer unproblematisch. Sie können zwar im Chalkbag aufbewahrt werden, eine kurze Berührung ist für schwitzige Hände aber häufig unzureichend. Chalk-Balls sind also gut für Boulderer geeignet, die wenig Chalk bevorzugen.
Immer flüssig?
Flüssigchalk oder "liquid chalk" hat sich in der Profiszene und bei Wettbewerben einen festen Platz erobert. Größter Vorteil der flüssigen Variante ist die Langzeitwirkung. Eine geringe Menge an Flüssigkeit lässt sich komplett staubfrei auftragen, bildet innerhalb von wenigen Sekunden einen trockenen Staubfilm auf den Handflächen und kann etwa zehn Klettermeter mithalten. Wer auf Schnelligkeit klettert, der möchte nicht viel Zeit mit Chalken verbringen und bevorzugt das Magnesiapulver in flüssiger Form. Neben Wettkämpfen eignet sich Flüssigchalk auch für anspruchsvolle Routen, die in der Anfangsphase keine Möglichkeit zum erneuten Chalken erlauben.
Um Magnesia flüssig zu machen, werden Stoffe wie Alkohol, Trocknungsmittel oder Isopropanol zugesetzt, die schnell verdampfen. Damit verringert sich aber die Lebensdauer des Magnesiapulvers. Wer die Flasche nicht innerhalb von ein bis zwei Jahren aufgebraucht hat, wird eine seifige Konsistenz vorfinden. Für Gelegenheits- oder Hallenkletterer ist "liquid chalk" eher eine unnötige Spielerei. Wer häufig zum Bouldern unterwegs ist oder an Wettkämpfen teilnimmt, wird an Flüssigchalk seine Freude haben.
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