Einbindeknoten
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Sicherungstechnik
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 22.06.2012 - 15:29
Tobias, Du meinst den einfachen Bulin. Das stimmt, der geht in Ringbelastung auf.
Der Bulin 1.5 wird wie der doppelte zurückgeschlauft, nur das Rückschlaufen durch den Gurt wird weggelassen. Persönliche Erfahrungen mit ihm habe ich aber noch nicht.
Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Bulin_1.5
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 22.06.2012 - 16:06
Hat der DAV eine Meinung zum 1.5er? In der letzten Ausgabe von PANORAMA war ja eine Bewertung von Einbindeknoten drin, aber da kam er nicht vor.
Ich habe mit dem Knoten schon ein paar Erfahrungen gesammelt und bin soweit eigentlich voll zufrieden damit: schnell zu knoten, relativ übersichtliches Knotenbild und geht auch nach mehreren Stürzen super leicht wieder auf.
Einziger Nachteil soweit: Kein Mensch kennt den Knoten. Mich hat auch schon mal die Hallenaufsicht aus einer Route rausgeholt weil er meinte das wäre ein einfacher Bulin mit Kreuzschlag ... |
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Tobias Meyer 

Beiträge: 5
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Beitrag vom: 22.06.2012 - 18:55
Hatte gedacht, dass ich was dazu in bergundsteigen gelesen hätte, hab aber grad geschaut und nun doch nix dazu gefunden.
Was aus meiner Sicht trotzdem gegen den Knoten spricht, ist, dass er (wahrscheinlich) nicht in Ringform beastet werden darf und dass er, zumindest bei den Leuten die ich kenne, nicht geläufig ist und damit den Partnercheck verkompliziert.
Ich vertrete zudem für mich die Ansicht, dass man den Knoten möglichst einfach halten sollt, um das Knotenbild auch sicher kontrollieren zu können. Daher nehme ich nur den Achter.
Das ist aber meine persönliche Meinung und spricht alles natürlich nicht dagegen, den Knoten doch zu nehmen, wenn du ihn beherrscht und deine Seilpartner wissen worauf sie achten müssen. |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 29.06.2012 - 21:25
Der Fehler sollte aber schnell auffallen: Bei der korrekten Version hat man am Ende dann zwei saubere Doppelstränge, beim falschen Bulin kommt da ein ziemliches Chaos raus.
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Laura Steffens 


Beiträge: 97
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Beitrag vom: 13.07.2012 - 21:03
Für mich gibts da ehrlich nur den Achter. Das klare knotenbild und somit eine Fehlerquelle reduziert, ist für mich das wichtigste Argument. Auch wenn der Knoten schwerer wieder auf geht |
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Markus M 

Beiträge: 52
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Beitrag vom: 12.08.2012 - 13:02
Also dass ein Achter schneller geknüpft ist oder leichter zu kontrollieren ist ein ewiges Gerücht das sich nur dadurch verbreitet hat weil es der Alpenverein überall propagiert.
Wenn ein Anfänger von Beginn an den (doppelten) Bulin lernt dann kann er den höchstwahrscheinlich schneller knüpfen und genauso gut kontrollieren ich seh selbst am Ende einer 20m Routen an der mein Partner umfädeln muss schon vom Boden ob er den Bulin richtig geknüpft hat.
Ein Bulin hat nur Vorteile, sämtliche Nachteile sind wenn man zwei Augen und ein Hirn hat nicht von Bedeutung. Wie oft hab ich schon gesehen, dass sich Anfänger statt mit nem Achterknoten mit einem Sackstich einbinden weil der Achetr garnicht so leicht ist wie behauptet.
Das macht dann wenig spaß wenn man mal einen Sackstich nach einem Sturz aufbekommen will.
Ich weiss dass man mit einem Partnercheck dem genauso vorbeugen kann aber für einen Anfänger sieht ein Sackstich dem Achter genauso ähnlich wie ein 1.5 dem doppelten Bulin.
Wenn ich mit jemandem Klettern gehe der den Bulin nicht kennt dann kontrolliere ich meinen Knoten einfach zwei mal oder dreimal bevor ich in die Route einsteige. Ein Partnercheck ist wichtig keine Frage aber ich traue mir selbst schon gut zu einen Fehler im Knoten zu finden wenn ich ihn mehrmals checke. Und die rstlichen Fehlerquellen, die mMn viel schwerwiegender sind weil sie oft vernachlässigt werden, kann der Partner immer noch checken.
Ausserdem verstehe ich die heutige Einstellung zum Klettersport nicht so richtig. Zu zeiten in denen mein Vater geklettert ist hätte sich kein Bergsteiger erlaubt in die Berge zu gehen wenn er einen Knoten der als Stand der Technik galt nicht beherrscht hat. Heute lernen die Leute in ihren Kursen einen 8er und damit ist die Weiterbildung für immer abgeschlossen. Es ist erschreckend, dass ich mittlerweile Leute kennengelernt habe die nicht wissen was ein HMS ist und die der Meinung sind sie klettern keine Routen ohne Sauschwanz weil sie weder fädeln noch abseilen(!!) können.
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Andreas Haller 


Beiträge: 36
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Beitrag vom: 13.02.2013 - 15:56
gut gesprochen markus m! bin absoult deiner meinung!
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Heiner Müller 

Beiträge: 39
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Beitrag vom: 13.02.2013 - 17:27
ja markus, so ist das heutzutage!
es gibt sogar leute, die sich mit standschlinge in den sauschwanz einhängen, sich ausbinden, durchfädeln und dann (neiiiiiiiiin!) auch noch selber abseilen!!!! kein witz...
allen, die auch nur ansatzweise solche knoten in den hirnwindungen haben, kann man wahrscheinlich nicht wirklich helfen. die, die sich aber bei so etwas nicht erwischen lassen wollen, empfehle ich mal wieder einen alten schinken:
Bersteigen heute von hermann huber 1975
manche sachen darin sind sicher überholt, aber das buch ist voll von seil- und rettungstechniken. da ist jeder knoten beschrieben und viele wilde sachen, die man mit dem strick in allen lebenslagen so machen kann!
viel spaß |
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