Angst beim Klettern
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Axel Westermeier 


Beiträge: 164
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Beitrag vom: 28.04.2011 - 21:40
Ich hatte früher auch totale Sturzangst, habs aber seit einem Jahr ganz gut im Griff.
Es stimmt echt, mit Sturztraining kann man sich ans Stürzen gewöhnen und vor allem ohne Sturzangst klettert man viel sicherer, weil man gerade die Fehler, die durch die Sturzangst entstehen, nicht macht. Weiter ist man auch in der Lage über der letzten Exe sauber zu klettern. |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 29.04.2011 - 09:30
Ja, so blöd es sich anhört:
Man hat Sturzangst....
... man macht alles übervorsichtig
... traut sich nicht über den Haken steigen
... Klippt zu früh und verlängert somit den Sturz bzw. riskiert einen Bodensturz
... greift kurz vorm Sturz in die Exe und gefährdet seine Finger
... klettert über dem Haken nicht mehr so sauber, stürzt also eher
... man hat Panik beim Vorsteigen verliert so die Lust
... durch falsches Verhalten beim Sturz verletzt man sich und vergrößert seine Sturzangst
Fazit: Wer Sturzangst hat klettert schlechter und gefährdet seine Gesundheit |
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 08.01.2012 - 09:55
Servus,
hier ein kleiner Buchtipp:
http://www.amazon.de/Zen-Klettern-Daniel-Panchyrz/dp/3833466154
In diesem kleinen aber feinen Büchlein wird die Kunst der ZEN-Meditation auf das Klettern übertragen. Einfach lesen, denn Angst ist ein komplexes und leistungslimitierendes Thema.
Man kann noch so fit sein, aber wenn die Angst einem die Kraft aus den Unterarmen in den Kopf saugt ist das nicht lustig.
Einfach mal lesen, drüber nachdenken und besser klettern. |
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Laura Steffens 


Beiträge: 97
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Beitrag vom: 10.01.2012 - 10:14
Vielen Dank für den Tipp - hab mir das Buch eben bestellt  |
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Andre Steinmetz 

Beiträge: 3
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Beitrag vom: 02.04.2012 - 19:54
Das mit der Sturzangst kenne ich nur zu gut! Aber in der Regel nicht bei schön geraden oder leicht überhängenden Wänden (da kann man schön fallen und das kann man auch super trainieren), sondern entweder, wenn ich über dem Haken bin, vielleicht sogar ein ganzes Stück drüber und ich weiß, wenn ich jetzt stürze, dann mindestens 4-5 Meter und unter mir schauen auch mal ein paar Felsvorsprünge raus, an die man anschlagen kann oder bis zum ersten Haken, die leider sehr oft (auch bei ansonsten leichten Routen) ziemlich hoch angebracht sind! Da gibt´s nichts zum trainieren - höchstens bloßß nicht zu fallen!!!! |
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Michi Müller 


Beiträge: 202
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Beitrag vom: 10.04.2012 - 23:53
Ja, so kenne ich es auch. So lange ich alöles im Griff habe ist es kein Problem. Aber wehe, die Griffe werden schlechter und die Hakenabstände größer....
Aber ich glaub, ich muss da einfach stürzen, stürzen und nochmal stürzen |
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Christian Junglewitz 
Beiträge: 3
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Beitrag vom: 19.04.2012 - 11:58
naja, bleibt halt immernoch zu unterscheiden ob es sich um berechtigte Angst handelt oder nicht. 5m über irgendeinem Wackelkeil zu stehen ist halt nicht toll, da sollte man sich sicher sein die geforderte Schwierigkeit nicht nur technisch sondern auch mental zu beherrschen. Wenn es eine normal eingebohrte überhängende Sportklettertour ist sollte man keine Angst haben müssen. In die Luft zu fallen tut ja nicht weh. Diese Erfahrung lässt sich dann auch prima mit einem Sturztraining in Fleisch und Blut überführen. Ansonsten kann ich nur sagen: Topropen ist schlecht für den Charakter!
Wenn es nicht ums Projekt ausbouldern oder Techniktraining geht: IMMER schön vorsteigen! Das hilft am Besten. |
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Horst Pilzweger 

Beiträge: 7
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Beitrag vom: 02.10.2012 - 22:08
Hallo Michi,
ich bin so frei und reiche meine Meinung hier mal nach:
Sturzangst ist wichtig, sie schützt, da nicht jede Situation zum Stürzen geeignet ist. D. h. aber auch dass man sich davor über das Surzgelände Gedanken gemacht hat!
Wie Kalle schon gesagt: positive Erfahrungen sammeln beim Stürzen, darum empfehle ich nicht gleich mit "richtigem" Stürzen zu beginnen, sondern mit einem "Falltraining", d. h. man steigert sich vom sanften Reinsetzen ins Seil bis zum spontantem Reinspringen. Es geht um den Gewöhnungsprozess durch Wiederholung. Ein Klassiker zum Einstieg wäre das "Clip and Drop": du setzt dich sofort nach dem Clippen ins Seil. Spontan und ohne Zögern. Wenn das gut klappt, hängst du noch einen Zug dran bevor du dich ins Seil setzt. Steigerung je nach Bedarf. Ich sprech von Setzen da man, bei geeignetem Gelände nicht von der Wand wegspringt. Ganz wichtig ist das man weich/ dynamisch gesichert wird, das vermittelt einem eher das Gefühl im Aufzug zu fahren als hart zu stürzen.
Last but not least sollte man dann kleine Sturzübungen ins alltägliche Klettern regelmäßig einbauen.
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Christoph Weiß 

Beiträge: 2
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Beitrag vom: 02.04.2013 - 12:55
Hallo,
was bisher eigentlich nur von Horst Pilzweger etwas angepsrochen wurde ist auch der (finde ich) nicht zu vernachlässigende Sicherer.
In dem Anfänglichen Sturzübungen wie von Kalle und Horst beschrieben ist dieser wohl "noch nicht so" wichtig.
Jedoch wenn man die erste Angst überwunden hat und auch mal anfängt längere Stürze in der Halle oder Fels von mehreren Exenlängen hin zu legen, sollte dieser doch auch wissen was er zu tun hat.
Weiches sichern und Gegebenheiten beachten (Vor-, Rücksprünge, Kanten ect...) und dementsprechend mit mehr Seil oder weniger Seil reagieren.
Vor allem tut das auch deinem Kopf sehr gut, wenn du weißt dein Sicherer weiß was er tut. Ein Gedanke weniger der dich störrt wenn du die Schlüsselstelle genau zwischen dem weitestem Exenabstand der ganzen Route hast. |
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Richie Bauer 


Beiträge: 187
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Beitrag vom: 02.04.2013 - 23:56
Ja, Christoph, da hast Du natürlich recht. Alleine, wenn ich daran denken muss, ob mich mein Sicherungspartner hält, kann ich nicht mehr frei klettern.
Einem Sicherungspartner muss man blind vertrauen. Dazu muss man diesen meist lange kennen bzw. lange mit ihm klettern. |
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