Wie ein Schleier rauscht das fein zerstäubte Wasser in die Tiefe der Schleierwasserfall mit seiner großen Felswand ist aber nicht nur für seine einzigartige Schönheit bekannt. Die löchrige, gelb bis graue Gesteinswand ragt steil in den Himmel und gilt im Kreis der fortgeschrittenen Kletterer als absoluter Geheimtipp.
Gebietsinfos zum Schleierwasserfall
Der Schleierwasserfall am Wilden Kaiser ist unter Fachleuten auch bekannt als das Eldorado für Extremkletterer. Der über 50 Meter hohe Fels bietet mit seinem fein zerstäubten Wasserfall nicht nur ein landschaftlich einmaliges Naturspektakel, mit rund 150 Routen ist er auch ein Paradies für geübte Kletterer. Anfänger dürften hingegen den Weg eher selten in das Gebiet finden, schließlich startet die "einfachste" Route am Schleier beim 7. Grad. Nach oben scheint allerdings keine Grenze gesetzt, zahlreiche 10er locken die Extremsportler Jahr für Jahr an den Wasserfall, wo man sich bis zum Grad 11+ an der Felswand austoben kann.
Das auf 1200 Metern gelegene und nach Süden ausgerichtete Klettergebiet bietet das ganze Jahr über gute Voraussetzungen. Während die großen Überhänge im Sommer auf vielen Routen für den notwendigen Schatten sorgen, bietet im Winter der Hauptsektor optimale Bedingungen. Auch im Frühling kann sich ein Besuch lohnen. Zwar muss dann teilweise mit nassen Griffen und dem besonders lauten Rauschen des Wasserfalls gerechnet werden, doch fasst dieser dann auch am meisten Wasser und bietet für alle Naturliebhaber ein besonderes, optisches Highlight. Ideal zum Klettern am Schleier ist allerdings die Herbstzeit.
Anfahrt und Zugang zum Schleierwasserfall
Der Aufstieg zum Schleierwasserfall startet auf einem kostenlosen Parkplatz in Going am Wilden Kaiser. Von Norden aus erreicht man den Talort über die A12 München - Rosenheim Kufstein, Ausfahrt Kufstein Süd, dann Richtung St. Johann bis Going fahren. Aus dem Süden kann der Wilde Kaiser über die A13/A12 Brenner - Innsbruck (Richtung München, Ausfahrt Wörgl Ost, dann Richtung St. Johann bis Going) angefahren werden. Auf der Hauptstraße zweigt dann auf Höhe des Hotels Stanglwirt die Zufahrt nach Prama und zum Parkplatz Aschau ab.
Der Zustieg zum Klettereldorado erweist sich allerdings als eher mühsam. Auch trainierte Extremkletterer sollten mit gut 45 Minuten rechnen. Der Weg führt vom Parkplatz aus auf der Straße zunächst immer am Bach entlang. Während man sich an der ersten Gabelung rechts hält, folgt man der zweiten nach links und biegt kurz danach rechts durch ein Gatter ab. Danach folgt man dem Pfad über die Wiese, bis nach einer Rechtskurve ein Steig rechts abzweigt. Nach circa 5 Minuten gelangt man zurück auf die Straße. Den ausgeschilderten Schleierwasserfall erreicht man dann über einen nach links abzweigenden Steig.
Nach dem langwierigen Aufstieg entschädigen dann aber vor Ort die unzähligen Klettermöglichkeiten sowie ein paar Sitzbänke für neugierige Zuschauer oder Begleitpersonen.
Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten
Neben dem hervorragenden Klettergebiert am Schleier, bietet die kleine Tiroler Gemeinde Going auch einige andere Berg-Highlights, ist sie doch einer der Hauptdrehorte der bekannten TV-Serie "Der Bergdoktor". Im Moorgebiet "Moor&more" kommen außerdem Naturfreunde auf ihre Kosten und nach einer anstrengenden Klettertour lohnt sich der Sprung in den erfrischenden Badesee. Für die Möglichkeit zur Verpflegung sorgt nicht nur die gute Gastronomie, auch ein MPREIS Supermarkt findet sich in Going. Und wer ausgefallene Shopping-Touren plant wird schließlich bestimmt im nur 12 Kilometer entfernten Kitzbühel fündig.

Routendatenbank:
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