Muss das eigentlich sein? Absicherung in Klettergebieten
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Sicherungstechnik
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Michael Weigel 


Beiträge: 45
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Beitrag vom: 08.12.2011 - 12:41
Ich bin auch dafür, Unfälle so weit es geht zu vermeiden. Aber dafür ist der Erstbegeher nur bedingt verantwortlich. Es liegt ja immer am Kletterer, in welche Routen er einsteigt. Im Topo sind normalerweise die Zwischensicherungen eingezeichnet. Da genügt ein flüchtiger Blick ins Büchlein um zu wissen, von welchen Routen oder Gebieten man besser die Finger lassen sollte.
Bei (leichteren) alpinen Routen empfehle ich eine etwas genauere Recherche in Topos, unter Freunden, im Internet oder deim nächsten Hüttenwirt.
Was wenige bedenken: Das einrichten einer neuen Route ist auch immer eine Zeit- und Kostenfrage. Wenn ein Erstbegeher der Meinung ist, ein Haken direkt vor jeder kniffligen Stelle reicht aus und er bringt auf 20 Metern 3 Zwischensicherungen an, weil der Rest der Route 2 Grade leichter ist, dann ist das doch in Ordnung. Man muß ja nicht alle anderthalb Meter einen Haken setzen (und den vierfachen Aufwand betreiben), nur weil die verweichlichten Hallenkletterer von heute das so gewohnt sind.
PS: Bin selbst ein Weichei und lasse gerne mal Routen aus, die mir suspekt sind. |
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Christian Döhl 


Beiträge: 155
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Beitrag vom: 09.12.2011 - 15:41
Da kann ich nur bedingt zustimmen,
natürlich ist der Kletterer selbst verantwortlich wo er einsteigt aber grundsätzlich stimme ich den Vorrednern zu das zumindest Grounder oder das Aufschlagen auf Podesten, etc. verhindert werden sollte. Ein immer wieder gern diskutiertes Thema sind da z.B. die ersten Haken in der fränkischen. Ich mein die Routen dort snd soweit o.k. von der Absicherung aber warum muss der erste Haken schon auf einer Höhe sein das bereits vor dem ersten clippen Verletzungsrisiko besteht? Nach ober hin ist dann zumeist "ausreichend" abgesichert.
Gruß
Christian |
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Andreas Haller 


Beiträge: 36
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Beitrag vom: 09.03.2012 - 10:41
Beim Sportklettern bevorzuge ich meistens auch die eher gut abgesicherten Routen.
Allerdings muss ich sagen, dass es auch im Mittelgebirge Klettergärten geben muss, die etwas weiter abgesichert, oder sogar komplett clean sind. Es gibt auch Kletterer die es reizt, beim klettern an ihre psychische Grenze gehen zu können.
Gerade die Vielfalt und die Freiheit das zu klettern auf das man gerade Lust hat macht doch unseren geliebten Sport aus!
Wenn mir eine Route zu hart abgesichert ist, kann man ja an einen anderen Felsen gehen an dem die Absicherung besser ist.
Beim Nachsanieren sollten keine neuen Haken dazukommen, um die Leistung des Erstbegehers zu respektieren.
Ps: In der Halle werden Griffe geschraubt, am Fels werden Haken gebohrt! |
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 09.03.2012 - 14:08
Aber: ganz ehrlich ist es eine Leitung wenn jemand der sich im 10.Grad bewegt zum Beispiel nen 7er mir massiven Runouts zu klettern?
Und oft is es der Fall zumindest in manchen Gebieten dass die Haken weit weg sind und man zwischendrin nicht mal was legen kann
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Christian Döhl 


Beiträge: 155
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Beitrag vom: 11.03.2012 - 16:03
Ich denke zwischen dem Sportklettern und dem Free Solo sollte man hier lar unterscheiden. Natürlich sollte es Möglichkeiten geben auch dem ungesicherten Klettern nachgehen zu können, wenn aber Sportkletterrouten entstehen sollten diese auch dementsprechend abgesichert werden. Was ist selbst für einen Kletterer im höheren Grad so schlimm daran wenn die ersten Absicherungen so angebracht sind das man sich nicht bei einem Fehltritt oder schlechtem Gestein (und das kann jedem passieren)gleich die Haxen bricht. Wenn ich mal so hoch bin das ein Grounder praktisch ausgeschlossen ist und auch sonst keine Nasen, Vorsprünge, etc. ein Risiko darstellen kann man ja auch durchaus mal ein paar Meter ohne Haken einbauen, nur das Risiko sollte klein gehalten werden.
Zum Schluss noch ein Zitat von Martin: Climb safe!
Gruß
Christian |
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Markus M 

Beiträge: 52
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Beitrag vom: 16.03.2012 - 13:40
Prinzipiell find ich dass es kein Richtig oder Falsch gibt in dieser Diskussion.
Ich finde es zwar nicht notwendig wirklich Gefahren in eine Tour einzubauen aber ich aknn es verstehen wenn sich Erstbegeher mal ein bisschen Zeit lassen bis der erste Haken kommt.
1. Ich hab schon so oft miterlebt, dass Leute Panik bekommen in Routen wo der erste Haken vielleicht auf 3 oder 3,5 Metern sitzt und sich dann beschwert haben wie Scheisse die Absicherung nicht ist obwohl das Absprunggelände weicher vollkommen ebener Waldboden war. Wenn ich mir dass ausrechne dann komm ich bei so einem ersten Haken auf eine Fußhöhe von 1,5m und da sollte man schon noch abspringen können (bei so einem Gelände). Was ich meine ist, dass sehr oft übertrieben wird was die tatsächliche Gefährlichkeit angeht.
2. Finde ich es auch ok wenn man bspw. eine 9er einbohrt, dass man sie so einbohrt dass man sich nicht komplett A0 hochschummeln kann sondern diesen Grad auch beherrschen muss.
Vielleicht will der Erstbegeher (vorallem im Sportklettern) dass richtig gute Leute auch ab und zu eine "leichtere" Tour gehen können die nicht komplett schwarz und abgeschmiert ist. Es muss nicht jedem Wochenendkletterer möglich sein in jedem 8er der Welt ein Toprope einzuhängen.
Nur um Mißverständnisse vorzubeugen ich gehöre sicher nicht zu den Leuten die einen 8er zum aufwärmen klettern aber ich habe Verständnis dafür, dass es solche Leute gibt und sehe es auch ein wenn manche Touren oder Klettergebiete nur für solche "Draufgänger" geschaffen sind.
Klettern gehen fällt unter Eigenverantwortung und in solche Routen schon oder nicht einzusteigen ist jedem Frei gestellt. Die Forderung dass alle Routen komplett durchgesichert werden sollten ist falsch. Es hat zwar jeder das Recht jede Route zu klettern aber ich finde nicht dass man das Recht hat von jemand anderem zu verlangen diese abzusichern. (Stichwort Keile und Friends)
Ich muss nicht jede Route klettern und wenn ich vom Boden aus sehe dass ich dieser Route nicht gewachsen bin dann steig ich einfach nicht ein.
Wenn ich weiss dass ich einem ganzen Klettergarten nicht gewachsen bin dann fahr ich woanders hin.
Die Sache so hinzustellen als ob der Erstbegeher die Pflicht hätte es für jeden bequem zu gestalten sehe ich als Irrglaube.
Desweiteren saniert der DAV (bei uns OEAV) die Routen normalerweise so wie sie vom Erstbegeher erschloßen wurden. Also einfach an (nahezu) der selben Stelle einen neuen Haken wenn es nötig ist.
Dem Alpenverein daher die Schuld zu geben ist also auch ein Fehler. |
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Ingo Helling 
Beiträge: 1
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Beitrag vom: 14.04.2012 - 23:42
Servus,
die Absicherung der meisten Gebiete ist doch super.
Schriesheim ist meiner Meinung nach pläsiermäßig Abgesichert.
Und ich empfinde es als eine Unverschämtheit, wenn wenn nachträglich von irgendwelchen Leuten in bestehenden Routen zusätzliche Haken gesetzt werden.
Ich sehe eine Route als Kunst, es muss erstmal eine Linie gefunden werden und dazu gehört schon etwas mehr.
Es ist nicht damit getan an den Fels zu gehen und einfach ein paar Haken zu setzen. Da muss man sich vorher schon ein paar Gedanken machen, ob die Linie überhaupt lohnt, wenn nicht, sind die Haken unnötig.
Wenn es sich jetzt um einen ehemaligen Steinbruch handelt der nur zu dem Zweck "Kletterhalle draußen" erschlossen wird, können da gerne Haken in einem Meterraster gesetzt werden, aber nicht in richtigen Klettergebieten, die gewachsen sind.
Und Schriesheim ist so ein Beispiel dafür, genauso wie die Pfalz, die Fränkische und viele andere Gebiete.
Und wem die Absicherung nicht passt, muss dort ja nicht Vorsteigen.
Ich bin auch nicht sovort in der Pfalz vorgestiegen sonder erst mal nur nach und erst als ich mich dem gewachsen gefühlt habe, leichtere Touren vorgestiegen.
Aber das ist das Problem unserer Konsumgeilen Gesellschaft. Der DAV hat saniert..... warum sind da nicht mehr Haken drin... ich trau nicht da vorzusteigen... das ist zu gefärlich....
Das Problem ist das immer mehr Leute aus der Kletterhalle an den Fels wollen und dort die Leistung nicht ein zu eins umsetzen können. Drausßen ist numal nicht Kletterhalle.
Die Kletterhalle ist ein Fitnisstudio und der Fels nicht!
Gruß,
Ingo
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