Standplatzbau
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Sicherungstechnik
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 28.06.2014 - 22:59
nein, das weißt du schon. bsp. zwei seile im umlenker oder ablassen über eine schlinge etc.
war vielleicht von mir schlecht ausgedrückt.
ich wollte mit den punkten einfach nur ausdrücken, dass viele kleinigkeiten, die man leicht übersieht, schlimme folgen haben können. und ich würde viele sachen nicht wissen, wenns mir niemand gesagt hätte. wenn ich das buch von pit schubert lese, dann finde ich unzählige punkte, auf die man nach meiner meinung nach durch logisches nicht unbedingt kommt und wenn, dann nur auf ein paar und nie auf alle.
daher auch meine aussage, lieber einmal zu oft gefragt, als zu wenig. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 28.06.2014 - 23:17
Hallo Kalle,
vielen Dank für die umgehende Antwort
Also - "Seil auf Seil" ist mir jetzt klar, aber, wie kann´s auch anders sein, scheinbar nicht jedem...
Vor ein paar Tagen haben wir an der Betzensteiner Sportkletterwand in einer Route ein Topropeseil hängen gelassen. Ohne dass wir es bemerkt hatten, ist da einer im Vorstieg hochgeklettert und wollte sich am selben Umlenker ablassen, in dem auch unser Topropeseil hing. Das habe ich dann zum Glück gerade noch mitgekriegt. Ich musste den richtig z´ammscheißn, dass der dann erst mal unser Seil runtergeworfen hat
So wie der da rumgeklettert ist, war der mindestens im 9. Grad unterwegs...
Gruß Martin |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 28.06.2014 - 23:55
Ja kalle, klar kommt man nicht auf alles selber, aber auf vieles. gerade deshalb finde ich es manchmal wichtig ein ganzes buch zu lesen. dort werden dann auch fragen "beantwortet" die man gar nicht gestellt hätte. ich wäre z.b. nie darauf gekommen wie sich eine geknotete bandschlinge selber öffnen kann. auch kann man sich ohne aufwendigen versuch oft nicht erschliessen, welche chemischen angriffe klettermaterial aushält und welche nicht. aber mit ein wenig grundwissen kann man doch oft sehr leicht kreativ selber auf verschiedene lösungen kommen.
ich habe mich z.b. schon oft gewundert, wenn in einem bühler-zwischenhaken quasi zum abbauen in der route eine komplette exe hängt. warum kommt man auf die idee, den umlenker zum abbauen zu fädeln, und macht das gleiche bei einem zwischenhaken gleicher sorte dann nicht? und warum opfert man eine komplette exe, wenn doch ein karabiner* den gleichen zweck erfüllen würde? das sind so die momente, in denen ich ....mich über ne neue exe freue ! |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 29.06.2014 - 00:12
hi jakob, was man in diesen kursen lernt, weiss ich nicht. ich habe am anfang ganz viel gelesen und das hat mir geholfen. ich handhabe es im leben immer lieber so, dass ich mir ganz viel grundwissen aneigne und mir dann selber problemlösungen erarbeite. das hat meiner meinung nach den vorteil, dass man auch mit unerwarteten situationen zurecht kommt. klar ist es aber gut, die lösungen noch mit anderen zu besprechen und mit anderen ideen abzugleichen. so kann man dann vermeiden, dass man etwas wichtiges übersehen hat und vielleicht noch weitere lösungsmöglichkeiten kennen lernen.
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 29.06.2014 - 00:21
hi martin, mir ist das gleiche mal mit nem zehnerkletterer passiert. leider stehen der maximal gekletterte schwierigkeitsgrad und der iq in keinem zusammenhang.
da muss man dann schon mal energisch werden, um das eigene seil zu retten, oder?
hi alan, das ist ein interessanter aspekt (, obwohl ich mich auch in zwischenhaken oft ganz schön nach hinten lehne).
schön ist es doch einfach, wenn alle haken solide sitzen. |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 29.06.2014 - 04:21
@martin: genau sowas hatte ich gemeint 
@anna: dem kann ich nur zustimmen. ein solides grundwissen aneignen, dann viel rumprobieren und über die sicherungstechnik nachdenken. und zu guter letzt sich mit anderen kletterern austauschen. |
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Jakob Froebel 
Beiträge: 9
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Beitrag vom: 29.06.2014 - 10:56
Zitat: ich habe am anfang ganz viel gelesen und das hat mir geholfen. ich handhabe es im leben immer lieber so, dass ich mir ganz viel grundwissen aneigne und mir dann selber problemlösungen erarbeite.
Okay, das geht mir zB ganz anders. Ich hätte total das schlechte Gefühl, wenn ich mir mein Wissen "nur" erlesen hätte.
Ich finde es total gut in einem Kurs alles aus erster Hand beigebracht zu bekommen, von Leuten die einen Trainerschein haben und wissen was sie tun. Klar, es bleibt nicht 100%ig alles hängen (aber das ist beim lesen wahrscheinlich auch der Fall). Alles was mir unklar ist oder was ich vergessen habe, diskutiere ich aber lieber in einem Forum, wo mir die Leute sagen können "Halt, Stop!" wenn ich irgendwo was falsch sehen. Ich denke gerade beim "nur" lesen kann man wiederum irgendwo fehler einbauen...
Aber so hat anscheinend jeder seine Art des lernens. Am besten wäre es natürlich, wenn man Leute am Felsen trifft, die einem was zeigen, aber ich gehe oft unter der Woche klettern und habe oft die Felsen ganz für mich alleine - was auch okay ist
Ansonsten muss ich halt zugeben, dass ich eigentlich mehr der boulderer bin (aus bequemlichkeit - boulderhalle in der Stadt)...
Zum Thema umfädeln auf halber Strecke: Ich weiß ja nicht was ihr für Seile und Karabiner* habt, aber ich glaube an einem Haken mitten in der Wand wird das mit meinem Seil und meinem Schraubkarabiner nichts... bin froh wenn sie durch den Ring passen |
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Richie Bauer 


Beiträge: 187
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Beitrag vom: 29.06.2014 - 13:52
Ich denke, die Mischung machts.
Erste Schritte würde ich mir beim Klettern nie selber beibringen, sondern zeigen lassen. Ob von einem Freund (vorausgesetzt, er weiß wirklich, was er macht) oder in einem Kurs finde ich nicht so entscheidend. Wobei ein erfahrener Trainer die Details sicher besser rüber bringt.
Danach sind Bücher sowie der Austausch mit anderen Kletterern sehr sinnvoll. Dabei aber immer kritisch hinterfragen und nicht jede Meinung 1:1 übernehmen 
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 29.06.2014 - 16:25
hi jakob
wie gesagt, ich habe keine ahnung, was in deinen kursen da so vermittelt worden ist. bekommt man denn dort auch so basisinfos, wie: was hält welche reepschnur? wie kann ich einen haken beurteilen? etc... ich habe manchmal den eindruck, dass es oft aufgrund der kürze des kurses dabei bleibt, ein paar wenige handlungsabläufe ein zu üben. weicht dann eine situation vom standard ab, ist die hilflosigkeit oft gross, weil man einfach nicht weiss, was das material kann und was nicht.
aber hey, am ende ist es mir auch egal, wie die leute zu ihren infos kommen und mit wie viel oder wenig wissen sie klettern gehen, solange sie nicht genau neben mir runter fallen. |
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