Verlass dich nicht auf fränkische Sanduhren...
Kletterforum ->
Sicherungstechnik
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 19.09.2016 - 19:12
Wenn der Erstbegeher gefragt wurde, sind die zusätzlichen Haken natürlich grundsätzlich OK, aber ich finde auch, dass hier ein falsches Signal gesendet wurde. Solche Unfälle passieren nicht aufgrund der Absicherung, sondern weil die eigenen Kompetenzen und/oder Fähigkeiten überschätzt werden.
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Alexander Marg 

Beiträge: 4
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Beitrag vom: 20.09.2016 - 09:23
Genauso isses. Die Mischung macht es. Gut gesicherte Wege, neben halt auch selbstabzusichernden Wegen. Wichtig ist halt, dass man auch das Selbsteinschätzen und auch das Selbstabsichern lernt. |
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Dominik Gail 


Beiträge: 49
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Beitrag vom: 02.10.2016 - 11:37
Ich bin ja dafür, fixe Schlingen zu entfernen:
+ Fördert Eigenverantwortung und Kompetenz
+ Stabilität der Sanduhr wird kontrolliert
+ Kein verschlissenes Material
+ Umweltfreundlich (sieht besser aus)
+ Sanduhren werden richtig gefädelt (kein Ankerstich um dünnen Steg)
+ Finden von Sanduhren wird gefördert
- Höherer Zeitaufwand durch das Fädeln beim Vorstieg
Und evtl. wäre der Unfall erst gar nicht passiert, da der Kletterer der Sanduhr nicht vertraut hätte. Und wenn dann wäre sie zumindest richtig gefädelt worden. |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 02.10.2016 - 12:33
Ihr habt alle mit allem recht!
Trotzdem macht es mich nachdenklich, dieser Unfall. Ich selbst leg eigentlich nie etwas, steige auch nicht in die Routen ein, in denen man unbedingt etwas legen muss.
Aber wahrscheinlich hätte ich auch einer bereits gelegten Schlinge um eine Sanduhr vertraut ( zumindest zum Reinsetzen). Wenn ich diese Route am Ende eines Klettertages zum Ausklettern gewählt hätte und dann vielleicht doch Kraftprobleme bekommen hätte, weil man doch schon mehr gemacht hat und man die vermeintlich leichte Route unterschätzt hat....seine Kraftreserven überschätzt?...
Seit dem Unfall schaue ich mir die fixen Schlingen schon etwas genauer an, nehme sie aber trotzdem mit. Vielleicht wäre es für die Einstiegsentscheidung doch besser sie wären nicht da. Allerdings gibt es Routen, da ersetzt diese Schlinge tatsächlich einen Haken, und ohne wäre ein Sturz zumindest recht weit und damit gefährlicher.....
Mir gefällt am Klettersport, dass ich hier selbst entscheiden kann und ich versuche dass meine subjektive Einschätzung der Gefahr einer Route mit der objektiven möglichst identisch ist. Ist die Subjektive größer ist man zu vorsichtig oder ein Angsthase, ist die Objektive größer ist man ein Depp, der sich überschätzt hat......
Ich kann für mich nicht ausschließen, dass ich mich in die eine oder andere Richtung falsch entscheide.
Ich wünsche keinem im Klettersport, dass er sich wegen einer einzigen Fehlentscheidung schwer verletzt oder tödlich verunglückt. Deshalb will ich zwar nicht, dass aus jeder Route eine Hakenleiter gemacht wird, aber manches muss doch überarbeitet werden. Ob hier dann das Recht des Erstbegehers wirklich jahrzehntelang bestehen bleiben muss, muss dann auch von Fall zu Fall von Route zu Route klären.
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Ingrid Kraus 


Beiträge: 51
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Beitrag vom: 02.10.2016 - 13:39
Ich sehe an den fixen Schlingen schon eine Gefahr. Man denkt, die hält schon - schließlich hängt sie schon lange und hat auch schon oft gehalten...
Aber stimmt das? Vielleicht wurde die Sanduhr ja noch nie belastet. Oder ist beim letzten Sturz angeknackst. Oder durch den Frost im letzten Winter angebrochen. Oder die Schlinge ist beschädigt, was man vorne gar nicht sieht etc.
Man lässt sich leicht durch fixe Sicherungspunkte täuschen und schon wirds gefährlich  |
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Ingrid Kraus 


Beiträge: 51
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Beitrag vom: 02.10.2016 - 14:28
Ja, das kann natürlich jedem passieren. Den Kletterer möchte ich sehen, der noch nie eine fremde Schlinge ohne nachzukontrollieren eingehängt hat
Widerum sieht sich man sich die Sanduhren fast immer genau an, bevor man sie selber fädelt. Daher ist meiner Meinung nach selber fädeln sicherer als die Benutzung bereits gefädelter Sanduhren. |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 03.10.2016 - 18:56
Hallo tina we ich dich richtig verstanden habe dann legst du selbst keine mobilen sicherungen?
Dies beobachte ich sehr häufig in bin darüber immer sehr verwundert, meist wird noch angeführt es handle sich doch um sportklettern, da sollten doch keine keile etc. nötig sein.
Ist separate reality kein Sportklettern? Cobra crack? oder hier im fj das luftballondach. Ich gehört für immer dazu natürliche sicherungen zu nutzen. Es gibt zahllose komplett gebohrte Touren und sicher auch einige andere in denen noch ein zusätzlicher haken nicht schadet, aber ein wenig Selbstverantwortung und nutzen von mobilen sicherungen gehört dazu.
Im sonnenkönig kann man links im riss keile legen und so einen grounder vermeiden.
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 03.10.2016 - 23:38
so.....mal angenommen es werden alle fixen Sanduhrschlingen entfernt:
man kommt nun an einen Felsen und sieht eine geile Linie, welche man klettern möchte.
Auf dem zweiten Blick sieht man dann, dass die Hakenabstände ziemlich weit und gefährlich sind. Also lässt man es bleiben.
Was man aber nicht sieht, dass zum Beispiel zwischen den Haken 3 Sanduhren gefädelt werden könnten.
Wären diese Sanduhren schon gefädelt gibt einem das ein besseres Gefühl, da man weiß das es Sicherungsmöglichkeiten gibt.
Sollten dann in diesen Fixen Sanduhren schon schlingen hängen, kann man diese ja mal drehen und gucken wie sie aussehen, und bei Bedarf seine eigene Schlinge fädeln.
Und wie schon erwähnt, man muss nicht aus allen Touren Hakenleitern basteln.
Es gibt genug gut gesicherte Routen, und selbst dort ist es wieder Ansichtssache der eine eine hat lieber weitere Abstände, welche aber gut zu flippen sind (trotzdem ungefährlich), der andere 2 Meter, der nächste so enge anstände, andere hätten dass man ständig darauf achten muss keinen Z-Clip zu basteln und der letzte fordert so enge Hakenabstände, dass die Haken so nah aufeinander sitzen, dass die Gefahr der Kontaktkorrosion besteht
Die Eigenverantwortung soll schon gefordert werden, denn fixe Sanduhren sind schon zu prüfen, bei Bedarf selbst zu fädeln und im Falle eine Falles auch mal zu erneuern.
Aber was sag ich denn da...es erneuert doch fast kein Mensch dort draußen eine Sanduhr mit einem neuen Stück Seil, obwohl jeder genug davon irgendwo rumliegen hat.
Stattdessen fordern sehr viele, immer mehr Haken, wollen alles klettern können, und alles auf dem Teller serviert bekommen.
Nur wer selbst auch mal etwas zur gesamten Situation beisteuert, kann auch mal was fordern. Man muss ja nicht gleich ganze Routen sanieren, aber mal eine Sanduhr tauschen oder mal Müll mitnehmen, etc.
Und vor allem mal an seinen Kompetenzen arbeiten, sprich mobile Sicherungen legen zu lernen oder mal den Allerwertesten von der Couch hiefen und trainieren, denn dann müsste man auch nicht mehr so viel jammern, denn es sind ja immer nur die doofen Routen und Erstbegeher schuld, dass die Möchtegern-8a-Monster, Cappuccino-Muttis und Climbers-Paradise-Touristen ihr erhofftes Ziel nicht erreichen können.
Fazit: Willst du am Fels klettern, dann setzte dich mit Risiokomanagnement auseinander, lerne Sicherungen zu beurteilen, mobile Sicherungen zu legen und vor allem lernen zu Kämpfen und Niederlagen zu ertragen.
Jede Kletterroute, egal ob "geschafft" oder nicht lehrt dir etwas für dein Kletterleben.
"No sucess, but good Progress"
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Florian Nixmann 

Beiträge: 63
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Beitrag vom: 03.10.2016 - 23:59
Hallo, ihr letzten beiden Beitragenden!
Die Zeit, die ihr spart, indem ihr dermaßen schlampig schreibt, brauchen viele andere mehr, um eure legastenischen (wahrscheinlich durch "durchdachte" Sprachautomaten verursachten) Beiträge zu lesen.
Also: Die Gesamtbilanz ist definitiv schlecht, wenn einer eine Minute spart und daraufhin 100 Leute jeweils 20 Sekunden vergeuden, um den Sinn hinter eurem Schreiben zu ermitteln...
Wenn Beiträge ernst genommen werden sollen, sollten sie wenigstens einigermaßen den Anschein geben, daß der Schreibende weiß, wie man sich der deutschen Sprache entsprechend ausdrückt. Diese beinhaltet auch eine Interpunktion, die dafür erfunden wurde, einen Text schnell zu erfassen - so wie er gemeint ist...
Bitte, bitte, bitte ...
lg Flori |
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