Umlenkung beim Top-Ropen
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Sicherungstechnik
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 22:04

Aus gegebenen Anlass - an vielen Routen sind die Umlenker teilweise durchgewetzt und somit stark beschädigt. Dies passiert, da das Seil häufig zum Top-Ropen direkt durch den Umlenker gefädelt wird.
Also eine Bitte an alle, die gerne Top-Ropen oder an Kletterkurse: An den Umlenkern immer Schraubkarabiner oder zwei überkreuzte Exen einhängen. Dies erhöht die Lebensdauer von Umlenkern erheblich.
Da viele Touren durch private Initative saniert werden, können wir diesen so viel Arbeit und Kosten ersparen. Zudem gewinnen wir alle an Sicherheit durch intakte Umlenkhaken. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 22:50
Leider leiden die Umlenkhaken (zumindest in der Fränkischen) auch bei schonender Behandlung auf Dauer stark. Meistens wird der letzte Kletterer ja nach dem Abbauen direkt im Haken abgelassen.Ideal wären da Sauschwänze in allen Umlenkern. Die sind aber so teuer, das die IG-Klettern 2014 so gut wie keine mehr zur Verfügung stellen konnte. Eine preisgünstige Alternative wären da meines Erachtens Schraubösen aus Stahl. Die sollte man dann aber an den Haken rechtzeitig anbringen, bevor es gefährlich wird. Ich persönlich werde keine Ersatzumlenker setzen, weil das Problem ja jedem bewusst sein sollte und es die Möglichkeit gibt, hier rechtzeitig was zu machen. Außerdem ist es keine Dauerlösung, alle 10 Jahre neue Umlenker zu Bohren. Diese Möglichkeit bietet der Fels oft gar nicht und es wäre auch unnötige Felszerstörung.
Für die Zukunft muss hier also eine echte Lösung her:
- Der Kletterer hat immer eine Schrauböse dabei, um gegebenenfalls eine am Umlenker anzubringen/auszutauschen.
- Der Umlenker mit austauschbarer Öse wird erfunden.
- Vielleicht gibt`s ja auch noch bessere Lösungen
Auf jeden Fall wird es nicht mehr lange dauern, bis die Situation so prekär wird, dass die Ösen brechen und Kletterer abstürzen...
Hoffentlich behalte ich hier mal nicht recht.
Gruß Martin |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 22:53 
Ich hätte noch eine Lösung:
Alle , die in Franken klettern wollen, müssen in die IG eintreten. Dann hat diese ganz viel Geld für austauschbare Sauschwänze. |
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Axel Westermeier 


Beiträge: 164
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:03
Ich bin ja ein Freund von drehbaren Ringen. Dann läuft das Seil immer an unterschiedlichen Stellen und verlängert somit die Lebensdauer um ein Vielfaches |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:11
Ja, das ist der Vorteil von Ringen. Der Nachteil ist, dass sie sich nicht austauschen lasse wie ein Sauschwanz. Aber man könnte ja zuerst einen Ring nutzen. Wenn der durch ist, flext man den Ring ab und klopft einen austauschbaren Sauschwanz auf den Haken. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:11
Ja, Anna - des wär saugut - des mit den Sauschwänzen
Leider befürchte ich, dass hier erst was passieren muss, bis das Problem ernst genommen wird bzw. ernsthaft angegangen wird. Und wenn dann was passiert ist, werden möglicherweise erst einmal viele Routen behördlicherseits gesperrt, weil die Umlenker zu unsicher sind. Spätestens dann wären wohl auch mehr Kletterer bereit, ein paar Euro in die eigene Sicherheit zu investieren - ob das Geld nun an die IG-Klettern ginge oder woanders hin, sei dahingestellt.
Gruß Martin
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:14
Ja, Martin, die meisten beschweren sich nur und würden nie Zeit und Geld investieren. Das ist echt traurig. Aber Geld für ne E9 Hose haben sie dann... |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:19
Wusste gar nicht, dass man die Sauschwänze auswechseln kann. Dachte immer, die wären fest im Bühler verankert, sprich der ganze Haken müsste neu gesetzt werden.
Ringe finde ich auch super. Gibt es da Studien, wie lange welche Haken halten? |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:39
Ring abflexen hört sich gut an. Leider braucht man dazu eine Akkuflex und die kostet mehrere Hundert Euro. Wer hat so was und wer macht das dann?
Wenn ich beim Klettern zum Beispiel immer ein Schraubglied (z. B. Maillon Rapide, 10 mm, 90 Gramm, 5,- Euro) dabei habe, kann ich eine Umlenkung jederzeit "erneuern". Sowas müsste halt zur Standardausrüstung eines Sportkletterers gehören. Wenn das allgemein üblich wäre, müsste der einzelne Kletterer nur sehr selten so eine "neue Umlenkung" opfern. Um zugerostete Schraubglieder zu öffnen, braucht man zusätzlich noch einen sehr kleinen Gabelschlüssel. Sicherlich ließen sich solche Schraubglieder auch noch technisch verbessern.
Das wäre immerhin eine kostengünstige und praktikable Lösung. Da kann sich dann auch keiner rausreden, dass er ja keine "Ausbildung" zum Sanieren hat
Gruß Martin |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:44
@ Martin: Wäre auch eine Möglichkeit, solange dann keiner die Schraubglieder klaut.
@ Kalle: Ja , die neuen Sauschwänze kann man mit Hilfe eines Hammers innerhalb von einer Minute aus tauschen. Die Alten allerdings nicht.
Ringe halten grundsätzlich länger, weil sie sich drehen und damit gleichmässig abgenutzt werden. |
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