Muss das eigentlich sein? Absicherung in Klettergebieten
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Sicherungstechnik
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Thorsten Wild 


Beiträge: 601
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 00:35
Heute bin ich aus dem Schriesheimer Steinbruch zurück gekommen und bin doch etwas zwiegespalten.
Im Vorstieg bin ich schon ein kleiner Schisser und weite Hakenabstände machen mir leider Gottes doch Probleme. Zum Gklück stimmt am Brauneck mit der Absicherung alles...aber meine Erlebnisse jetzt in Schriesheim haben mir erst gezeigt, wie gut ich es mit meinem Lieblingsklettergebiet habe.
Meine Frage mal in unsere illustere Runde:
Wenn man Routen schon saniert (sogar durch den DAV organisiert) ist es dann wirklich erforderlich auf 30m 4 Haken in die Wand zu setzen? Und müssen es teilweise sogar Schlaghaken sein? Bisher dachte ich eigentlich das Klebeschrauben erschwinglich sind (unsere Schraube können sich diese zumindest scheinbar leisten).
Oder ist es so wie mir ein Einheimischer sagte nur um den "besonderen" Kick zu kriegen?
Denn...
...Klettern macht mir Spass und reizt mich. Aber Sicherheit ist schon für mich ein wichtiges Thema und den besonderen Kick suche ich eigentlich nicht...
Wie geht es euch...wie ist die Absicherung in euren Lieblingsgebieten? Seht ihr es auch so das 4 Haken auf 30 m eine ausreichende bzw. gute Absicherung darstellen? |
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Thomas Spandl 


Beiträge: 194
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 17:34
Ich war ja selber mit in Schriesheim & war dort auch nicht zum ersten mal.
Schriesheim selber, finde ich bisher hier in Hessen das schönste Klettergebiet.
Was das Thema mit den Hakenabständen betrifft, scheint hier leider in Hessen standard zu sein.
Da ich selber schon in Brauneck war & den Unterschied zwischen denn Klettergebieten (Hakenabstände) kenne, verstehe ich das hier in Hessen auch nicht.
Die aussage für einen "besonderen Kick" geht mir dabei irgendwie nicht in den Kopf?!?!?
Vieleicht kann mich mal einer korrigieren: "Ich bin der Meinung, um soweniger Haken & um so mehr fördert man die Unfallstatistiken" - oder verstehe ich das Falsch |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 19:19
Die Diskussion mit der Absicherung gibts leider schon lange, auch in meinem bevorzugten Klettergebiet, der fränkischen Schweiz.
Generell stimme ich Euch zu, dass in der heutigen Zeit keine Touren mehr gefährlich abgesichert werden müssen.
Leider fühlen sich die Erstbegeher meist wie die Eigentümer der Routen. Bei unsinnig gebohrten Touren wird dann argumentiert, dass die Absicherung auch den Charakter einer Tour ausmacht. Ich kenne sogar Touren, die beim Sanieren super abgesichert wurden und dann haben die Erstbegeher die Haken wieder entfernt.
Folgendes ist meine Meinung:
- Touren gehören so abgesichert, dass sich die Kletterer bei einem Sturz nicht verletzen
- Auf Bodennähe und bei Absätzen mehr Haken
- Bei überhängenden Touren kann oben der Hakenabstand ruhig etwas weiter sein
Also, an alle Erstbegeher:
Ihr habt auch eine Verantwortung für nachfolgende Kletterer |
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Thorsten Wild 


Beiträge: 601
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 19:23
Mal ein ganz dickes /sign:
Also, an alle Erstbegeher:
Ihr habt auch eine Verantwortung für nachfolgende Kletterer
besonders wenn ich an die Worte unseres Hotelwirts denke: "Oh ihr klettert im Steinbruch? Da wurde erst letzten Monat einer rausgeflogen."
und du dann nach oben zur zweiten Ebene kommst und den eingerichteten Helilandeplatz siehst machst du dir schon deine Gedanken. |
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Thomas Spandl 


Beiträge: 194
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 19:36
Die geilste (??) Route die ich bis jetzt kenne:
14m hoch / ab 6m kommt Überhang / erster & letzter Haken unter dem Überhang / am Ende zumindestens eine Umlenkung / öffentlich zugänglich für jeden Kleterer
Und jetzt kommt das beste: vom DAV geschraubt & ist eine DAV-Kurs Route
Das soll mir einer erklären |
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Thorsten Wild 


Beiträge: 601
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 19:45
Dazu sag ich dann nur:
Vorstieg
Leistungsabfall 1m vor der Umlenkung
13m Seil + Länge für den Überhang + Schlappseil + Reaktionszeit
6m wegen Sicherung weg
----> 7 + x Meter
Endergebnis= -1 +x Meter
Ich würde sagen ein klassischer Grounder wenn etwas schief geht.
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 19:45
Da lernt man Keile setzen.
Ich kenne auch so eine Tour in der Fränkischen im 7. Grad. Die ersten 10 Meter eine Rampe im 5. Grad. Danach wirds knackig. Der erste Haken steckt dann im 7er Gelände, aber so hoch, dass man mindestens 1,90 m groß sein muss, um den ersten Haken noch aus sicherer Position klicken zu können.
Es liegt also im Charakter einer Tour, dass sie von einem großen Kletterer sicher geklettert werden kann, aber ein kleiner Kletterer oder Kinder in Lebensgefahr sind |
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Thorsten Wild 


Beiträge: 601
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Beitrag vom: 18.07.2011 - 19:52
"Es liegt also im Charakter einer Tour, dass sie von einem großen Kletterer sicher geklettert werden kann, aber ein kleiner Kletterer oder Kinder in Lebensgefahr sind."
Hoffentlich mache ich niemals einen Grounder wegen dem "Charakter" einer Route.
Ja..man lernt Keile zu setzen...ich hab auch schon in Schriesheim festgestellt das ich da noch deutlich mehr üben muss (besonders entsprechende Risse zu finden oder Plätze für Sanduhren).
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Thomas Spandl 


Beiträge: 194
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Beitrag vom: 19.07.2011 - 16:40
Wenn ich das hier so lese, sollte ich mir wohl vorher die Hakenabstände besser genauer im Topo unter die Lupe nehmen & dann schaun, das ich eine Leiter mitnehme.
Dann hab das Problem mit der größe nicht mehr |
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Thorsten Wild 


Beiträge: 601
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Beitrag vom: 19.07.2011 - 16:46
Tja...vielleicht ist Technisches Klettern manchmal gar nicht so verkehrt... |
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