Welche Kletterschuhe findet Ihr gut und warum?
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Angie Schönberg 


Beiträge: 268
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Beitrag vom: 09.12.2013 - 13:01
Hallo zusammen,
in dem Beitrag "Welches Seil" hat die Anna anklingen lassen, dass Sie eine Menge Kletterschuhe* besitzt. Ich auch 
Nun zu meiner Frage welchen Schuh bevorzugt Ihr und warum?
Ich stehe total auf Five Ten und ein Glück sie passen mir auch, was ja bei einigen problematisch ist wegen der Ferse.
Marke: Five Ten
Modell: Projekt
Warum? Weichste Sohle, schmale Leiste, kein Schnürer, Vorspannung
Was ich nicht leiden kann, harte Sohlen, starke Asymmetrie, und Schnürer! 
Wie sieht es bei Euch aus
Gruß Angie |
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 09.12.2013 - 13:12
Wie viele Paare hast du denn ? :)
Ich liste meine später auf :) |
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Hartwig Pudzich 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 09.12.2013 - 13:31
Habe momentan sicher 20 Paare, kletter aber auch schon so lange, in diversen Boxen, Rucksäcken etc. wobei da auch Paare drin sind, die ich "nur noch" zum trainieren nutze, bzw. Schuhe die ich aus "nostalgischen" Gründen behalte (erster Neuner, etc.)
Vorbemerkung - ich klettere nur Boreal, die passen mir einfach perfekt, und ich finde, das die nicht ganz so weiche Sohlenmischung (vor der Zenith-Sohle) für mich passend ist.
Meine momentan benutzten Schuhe:
Routenklettern:
Boreal Laser (Gr. UK 8), Schnürer, der Klassiker zum warmmachen, bzw. Routen bis so 8-/8
Boreal Zen (Gr. UK 7), Velcro, kurze Boulderlastige Routen
Boreal Stingma (Gr. UK 7), Schnürer, mein Standardschuh für fast alles schwierigere
Boreal Lynx (Gr. UK 6.5), Schnürer, Projektwaffe, aufgrund der Zwischensohle, perfekt für sehr technische Wandklettereien.
Bouldern:
Boreal Tribal (Gr. UK 8), Slipper, zum warmmachen, Parcours klettern, und bis so Fb. 6b/c
Boreal Mutant (Gr. UK 7), Velcro, Standardschuh für alles wofür die Tribal zu weich sind
Boreal Blade (Gr. UK 6.5.), Velcro, für diffizile Steherei auf kleinsten Tritten
Boreal Kintaro (Gr. UK 7), Velcro, für steile Boulder, bzw. schlechte Reibungstritte in steilerem Gelände
Ich find es lustig, mir passen Boreal-Schuhe, in bestimmten Größen, perfekt. Unabhängig vom Modell
Genauso bevorzuge ich eher härtere Sohlen beim Routenklettern, bzw. auch bei bestimmten Routen, und beim Bouldern eher weichere Sohlenmischungen, desweiteren finde ich Schnürer genial, die kann man so anpassen, wie du das niemals mit einem Velcro hinbekommen kannst (sofern die Schnürung, bis zur Zehenbox geht....).
So jetzt bin ich mal gespannt, bin sicher nicht der einzige Schuhfetischst hier, aber der erste der sich geoutet hat :p.
Grüße
Hartwig |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 09.12.2013 - 15:02
Bouldern:
Five Ten Team, taugt für Hooks auf ebenen Flächen
Stehen kann man mit den Dinger aber nicht!
La Sportiva Solution, taugt für alle anderen Hooks und ist viel verschleißärmer als der Miura - geht ständig der Fersengummi ab. Stehen in Ordnung.
Klettern:
Miura VS, für runde/flache Tritte und hooken kann man auch brauchbar
Five ten anazasi velcro, für die positive Tritte wobei da manchmal noch der Miura VS besser ist.
Miura, steht ganz gut und hooken ist super.
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 10.12.2013 - 00:07
Warum für mich das Thema Kletterschuhe* so wichtig ist?
Weil mir die allermeisten nicht passen 
Hatte jede Menge Fehlkäufe und noch n i e einen halbwegs brauchbaren Kletterschuh. Doch bei meinem diesjährigen Großangriff auf alle Erlanger und Nürnberger Sportgeschäfte bin ich endlich fündig geworden
Also - meine Füße sind
- druckschmerzempfindlich. Deshalb müssen die Schuhe sehr bequem und passgenau sein.
- mit wenig Zehenkraft ausgestattet. Deshalb muss die Vordersohle stabil, aber trotzdem sensibel sein.
- schmal mit hohem Spann. Deshalb brauche ich Schnürer für die genaue Anpassung des Schuhs an den Fuß.
- ägyptisch (die Zehen werden vom großen Onkel weg immer kürzer)
- mit einer ausgeprägten Achillessehne versehen. Deshalb darf da hinten auch nichts drücken/einschneiden.
Schuh 1: Red Chili Spirit Speed
Vorteile:
Super bequem. Bis zum oberen Frankenachter gut geeignet. Heelhooks funktionieren gut.
Nachteile:
Es gibt sensiblere und griffigere Sohlen.
Schuh 2: Five Ten Anasazi Verde
Vorteile:
Relativ bequem. Toll auf kleinen Tritten, auf Reibung und Speck. Sensible Sohle.
Nachteile:
Für Heelhooks gibt´s bessere Sachen.
Trage beide Schuhe eine Nummer kleiner als Straßenschuhe, also in 8 statt 9.
Tipp für Masoschisten, die´s ultra eng mögen:
Im Laden mit Plastiktüte/Gefrierbeutel anprobieren: Das flutscht
und im täglichen Gebrauch dann mit dünnen, glatten (Damen)söckchen klettern.
Wer suchet, der findet (hoffentlich)
Gruß Martin |
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Angie Schönberg 


Beiträge: 268
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Beitrag vom: 10.12.2013 - 08:39
@Martin willst Du es wirklich wissen?
Ich habe auch schon einige Fehlkäufe getätigt und bleibe doch immer wieder bei dem gleichen Schuh hängen.
Ich trage die Kletterschuhe* auch nicht so eng (normale Schuhgröße Uk 5,5 bis 6,5 Five Ten zwischen Uk 6,5 und 7,5) weil sonst die Füße gefühllos werden.
Allgemein sind Füße ja gut trainiert. Es ist genetisch festgelegt, wie viel Fußkraft jemand hat.
Der Projekt hat eine Sohle mit 2,5 mm dicke und ich habe kein Problem mit dem 14 Seillängen und mehr zu gehen(Platte).
Für mich ist das Vertrauen in meine Füße sehr wichtig, deswegen würde ich auch nicht ständig wechseln, so wie es Hartwig geschrieben hat.
So hat jeder seine Vorlieben.
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Hartwig Pudzich 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 10.12.2013 - 09:58
Hi,
soviel wechseln tu ich eigentlich gar nicht. Ein normaler Kletter- bzw. Bouldertag sieht so in etwa aus:
Den Großteil der Routen bzw. Boulder klettere ich mit den bequemen Schuhen, dann gibt es halt Passagen wo ein anderer Schuh mehr Sinn macht, also einer mit einer flachen Spitze für schmale Löcher, bzw. Fingerrisse, die Bretter für die winzigen Leistchen, bzw. Dellen ;)
Dann bin ich halt froh wenn ich die dabei habe.
Grüße
Hartwig
p.s. die ca. 20 Paare Schuhe beziehen, sich darauf das ich jetzt auch schon 20 Jahre klettere, also soviel ist das nicht (ein Paar Schuhe pro Jahr ). |
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Michael Maué 


Beiträge: 53
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Beitrag vom: 10.12.2013 - 11:23
Ich muß vorausschicken, daß ich, offensichtlich im Gegensatz zu den meisten hier, aufgrund anderer Hobbies neben dem Klettern nicht so oft zum Klettern komme wie ich vielleicht gerne würde, entsprechend lang hält mein Material -- meinen heißgeliebten Boreal Calma hatte ich, incl. einiger neuer Sohlen, runde 20 Jahre...
Dennoch habe ich ihn vor rund 2 Jahren ausgesondert, weil er sich langsam endgültig zerlegte. Außerdem war er nach wie vor knalleng und ich hatte keine Lust mehr auf den Umstand mit Schnürern. Also musste ein bequemer Velcro her. Das Klettern höherer Schwierigkeiten hat für mich seinen Reiz weitgehend verloren, das war früher mal -- ich will die Kletterei genießen und Spaß mit anderen haben, gemütlich und schön soll es sein. Dazu musste mein neuer Schuh passen, und ich bin fündig geworden (und bis heute hoch zufrieden!) beim Rock Pillars Top Gun. Zugegeben, er ist lange nicht so präzise, wie es der Calma war, auch weil ich die Größe sehr bequem gewählt habe, aber ich habe dafür nicht bei jedem Standplatz den Drang, die Dinger von den Füßen zu reißen. Sollte es wirklich mal erforderlich sein (kleinste Kanten oder sowas), habe ich in Reserve immer noch einen (fast ungebrauchten) La Sportiva Kendo. Der allerdings ist wieder ein Schnürer und sowas von knalleng, darum liegt er meistens im Rucksack... |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 10.12.2013 - 11:50
Da ich die letzten Jahre beim Klettern eher gemütlich unterwegs war, habe ich beim Schuh besonders auf Bequemlichkeit geachtet. Weiter ist mir wichtig, dass ein Schuh weich ist, da ich so ein besseres Gefühl habe.
Vor einem Jahr hab ich in Arco einen Madrock im Ausverkauf gefunden. Sie hatten noch zwei Größen und eine davon hat mir auch noch gut gepasst. Nachdem ich ein Paar für 45 Euro gekauft und getestet hatte, bin ich gleich wieder ins Geschäft und hab mir nochmal 4 Paar gekauft .
Die reichen ganz gut für Touren, die technisch nicht zu anspruchsvoll sind (also bei meinem Kletterstil für fast alle Touren) und in der Halle sowieso.
Für schwerere Projekte werde ich mir aber wieder ein anspruchsvolleres Modell zulegen, welches weiß ich aber noch nicht. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 10.12.2013 - 12:40
Hallo Angie,
schön zu hören, dass sich auch andere Leute beim Schuhkauf verhauen
Geteiltes Leid ist halbes Leid...
Meine Zehen sehen aus wie Spaghettis - lang und dünn. Habe wahrscheinlich deshalb wenig Zehenkraft
Ansonsten klettere ich zu 90 Prozent mit meinen "Hausschuhen" von Red Chili und bei "Problemfällen" mit den Five Ten. Die haben übrigens eine sehr flache Spitze für kleine Löcher.
Gute Produkte haben heutzutage leider sehr oft die Eigenschaft, dass sie aus Kostengründen verschlechtert (Qualität) oder ganz vom Markt genommen werden, weil die Produktion zu teuer ist. Dafür wird die Produktion dann schnell mal in´s Billigausland verlegt, was dann oft im Totalschrott endet
Habe mir deshalb von meinen Kletterschuhen je 3 Paar gekauft und je 1 Paar eine halbe Nummer kleiner (für schwere Sachen und die kühle Jahreszeit, wenn der Fuß nicht so geschwollen ist).
Summa sumarum habe ich also 8 Paar Kletterschuhe* zum Felsklettern und die Fehlkäufe werden in der Halle aufgearbeitet.
Bei meinen Kletterschuhen habe ich eigentlich nie auf den Preis geschaut.
Meine Devise: Beim Testen gewinnen nur die Besten.
Gruß Martin |
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