Ehrlichkeit bei den Begehungen
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 10.08.2014 - 22:03
naja bigwall kletter man ja eh ned frei :)
und da wird ja auch mal schnell ein haken hinzugezimmert :) |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 10.08.2014 - 23:18
Oh Oh Liebes Ex-Team,
also ich glaube mit eurer NEUEN Definition von "geklettert" seid ihr auf dem falschen Weg. Wie gesagt im normalen Sprachgebrauch kann "geklettert" alles bedeuten! Diese Wort wird für alles benutzt was irgendwie mit Klettern zu tun hat.(Kletter - wald, park, pflanzen, seil, laden, shop, halle, knoten, rose, gerüst........) - dann nennts halt pinkpoint, wenn es schon einen Begriff dafür gibt!
Klar ist ein Onsight irgendwie "mehr wert" als ein zig mal ausgeboulderter Rotpunkt. Aber Zwischen onsight und flash oder Rot und pinkpoint zu unterscheiden ist MIR zu umständlich. Ein Toperope interessiert mich persönlich in meinem Tourenbuch überhaupt nicht ( vielleicht ist das anders, wenn ich mal im Elbsandstein klettern war). ich seh das so wie "Kurti" : nicht so eng
Ich will auch mit niemanden diskutieren müssen, ob ich einen echten onsight gemacht habe, nur weil die Tour schon vorher ne stunde belegt war und ich in der Nähe mein Butterbrot gegessen habe und einen Blick nach oben hätte werfen können oder auch getan habe.....
auch notiere ich mir meine vielen onsight Warmklettertouren nicht im Tourenbuch.
Vielleicht gibt es weniger Diskussion, wenn man selbst entscheiden kann, ob man an dem Ranking teilnehmen will, oder man kann außer Konkurrenz teilnehmen (wegen unterschiedlicher Auffasssung der Begehungsstile ).
Trotzdem fände ich es interessant zu sehen, wie sich ein Onsight bei Euch wertmäßig zu fünf Toperopes im selben Grad verhält. Obwohl es wohl für jeden auch Routen gibt, die persönlich mehr wert sind, als irgendeine Zahl.
Ich fände es schade bei euch nicht mehr mein Routenbuch führen zu können, da mir die Tabellenfunktion sehr gut gefällt und ich schon gespannt bin wie es in den kommenden Jahren sich (event.) verändert. Auch finde ich es toll zu sehen wie sich andere entwickelt haben, aus reiner Neugierde aber auch um gleichgesinnte, gleichstarke Partner zu finden.
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 10.08.2014 - 23:43
ach und noch mal zum "geklettert".
Man sagt doch:
"Ich war Klettern im Tessin" oder
"Ich bin auch schon mal in Sardinien geklettert"
Ich übersetze auf EX-Klettern-Deutsch:
"Ich bin schon mal in Sardinien gepinkpointet" oder
"Ich war Pinkpointen im Tessin" -
da schenken mir doch die Leute das nächste mal glatt nen rosa Stift für den Urlaub....
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 11.08.2014 - 07:51
@ Katrin, ich hoffe dich hat nicht mein Kommentar so "aufgebracht". Ich möchte nochmal ganz ehrlich betonen, daß es mich wirklich nicht interessiert wie du dir das hier einträgst.
Ich versuche meinen Kommentar nochmal etwas mehr zu erklären.
Also ich habe den Eindruck, daß für einige der Vorclipper, doppelt Einhänger gar nicht mehr klar ist, daß sie hier nicht Pinkpoint klettern bzw. das sie eigentlich nicht die Tour vorsteigen. Für mich gibt es zwei Problemstellungen:
1. die Klettertechnische, durch Kraft und Technik zu lösen
2. die moralische Komponente
Manchmal bin ich zwar auch der ersten gewachsen aber leider der zweiten nicht, für mich ist dann klar das ich die Route nicht vorsteigen kann. Eine gute Option ist dann das Toprope weil ich dann klar mache nur der ersten Anforderung gerecht zu werden.
Weswegen mich die Sache aber stört ist, daß ich dieses Jahr bestimmt schon 30mal den Satz am Fels gehört habe "das ist ja gefährlich eingebohrt, viel zu wenige Haken". Ich habe angst das die moralische Komponente immer mehr verdrängt wird und das dann automatisch auch die Forderung kommt: MEHR HAKEN. Ich fände es sehr Schade wenn es dann nur noch hallenmäßig eingebohrte Touren gäbe.
Gerade weil ich auch ein Schisser bin freut es mich wenn eine anspruchsvolle Tour hochkomme und ich kann auch akzeptieren nicht alles Vorsteigen zu können.
Mobile Sicherungen sind doch super, aber meist hab ich von den Kletterern die sich über die Hakenabstände beschweren noch nicht gesehen, daß sie was legen. |
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Randolph Möllenberg 


Beiträge: 47
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Beitrag vom: 11.08.2014 - 18:55
Zitat: Also ich habe den Eindruck, daß für einige der Vorclipper, doppelt Einhänger gar nicht mehr klar ist, daß sie hier nicht Pinkpoint klettern bzw. das sie eigentlich nicht die Tour vorsteigen. Für mich gibt es zwei Problemstellungen:
1. die Klettertechnische, durch Kraft und Technik zu lösen
2. die moralische Komponente
Also meiner Meinung nach geht es beim Sportklettern darum, am Leistungslimit zu klettern. Eine moralische Komponente ist da für mich zweitrangig, wer das haben will soll Alpin oder Trad Klettern. Das heißt nicht, dass man jede Sportkletterroute zubohren soll. Aber die Haken sollten so gesetzt sein, dass Stürze mit einer hohen Verletzungsgefahr ausgeschlossen sind.
Manchmal ist ja auch gar nicht der Hakenabstand, soll die Position an der sie gesetzt sind das Problem. Ich bin mal eine Route geklettert, wo ein Haken in einer Plattensektion direkt nach dem Cruxmove gesetzt wurde, bei einem Hakenabstand von ca. 3-4m. Das ist für dann ein klarer Fall von gefährlich gebohrt. Um die Situation zu entschärfen, hätte man nicht zusätzliche Haken gebraucht, sondern hätte einen Haken nur ca. 20cm nach unten setzen müssen.
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 11.08.2014 - 19:41
Da bin ich ganz auf Randolphs Seite.
@Chris: Ich hab durchaus eine differenziertere Meinung zu dem Thema, als Du vielleicht denkst, hab allerdings keinen Nerv, mir jetzt nochmal alle Kommentare der letzten drei Tage durchzulesen und jedem nochmal weiter Stoff zu liefern der meint, auch noch seinen Senf zu der Sache geben zu müssen. Gerne in einem anderen Rahmen, wer da noch meint, Gesprächsbedarf haben zu müssen. |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 11.08.2014 - 20:08
Es ging hier nicht um verbohrte Haken, da bin ich auch der Meinung wenn ich mit gleicher Hakenanzahl eine bessere Absicherung erreichen kann dann ist die Route schlecht gebohrt.
Warum allerdings Sportklettern nur Routen umfassen soll die ohne Risiko vorgestiegen werden können ist mir nicht klar. Ich dachte Sportklettern hätte sich aus dem Freiklettern der Sächsischen Schweiz entwickelt. Gerade viele Sportkletterklassiker aus den 80ern sind eher sparsam eingerichtet. Ich denke da seit ihr auf dem Holzweg. |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 11.08.2014 - 21:00
Das wollt ich eigentlich vorhin schon schreiben: Ich hab den Eindruck, dass es grundsätzlich andere Ansichten gibt zwischen den Leuten, die hier aus dem nördlicheren Raum kommen und denen, die sich im alpinen Raum bewegen.
Vergiss nicht, dass die erste 9a+ der Welt bei Kufstein liegt... und dass - wie der Kalle letztens behauptet hat (ich glaub ihm einfach mal) - die größere Dichte an deutschen 11er-Routen sich eben südlich von München befindet und nicht nördlich von Nürnberg.
Dein Lokalpatriotismus in allen Ehren, aber wenn auch meinetwegen der Grundstock dort gelegt wurde, aber in der jüngeren Entwickling der Sportkletterbewegung spielt die Sächsische schon lange keine Rolle mehr... |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 11.08.2014 - 21:14
Umso trauriger, dass ich zumindest eine grobe Vorstellung davon habe, wie sich die Kletterei im Frankenjura so anfühlt, während die Kletterer, die hier aus dem (hooohen ) Norden kommen, keine Ahnung haben, wovon ich rede wenn ich Kochel oder Chiemgau sag... Wo doch das Schöne am Klettern das Reisen und die Vielfalt der Gebiete ist... |
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