Was ist ROTPUNKT noch wert?
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 20:18
Da niemand, der eine Tour 5 mal probiert, diese jedesmal wieder komplett abbaut (zumal es auch mitten der Tour oft schwer möglich ist). Wenn die Tour dann noch steil ist, dann wäre man nach dem Abbauen eh für den Rest des Tages platt 
Weiter ist der Begriff Pinkpoint sehr unglücklich gewählt. |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 21:00
Ich glaube, man könnte so eine Diskussion durchaus auf zwei Ebenen führen:
Zum einen gibt es die Frage nach den Spielregeln, die man sich (erstmal nur im privaten, im Profisport dann auch in der Öffentlichkeit) für den Sport auferlegt. Das ist ein interessantes Thema!
Zum anderen gibt es die Frage nach einer genauen und allgemeinverständlichen Terminologie, die sich nunmal (Sprache ist etwas sich kulturell entwickelndes) in den letzten Jahren dahingehend bewegt hat, dass der Begriff Pinkpoint sich nicht durchsetzen konnte. Statt dessen durch den Terminus Rotpunkt weitestgehend ersetzt wurde. Begrifflichkeiten, wie alle Bestandteile einer Kultur, entwickeln sich dynamisch in Interaktion vieler Menschen miteinander und verändern sich so. Man kann diesen komplexen Vorgang nicht als Einzelperson verändern indem man sagt "ich will aber, dass dieser Terminus diese und jene Bedeutung hat"... Ist halt leider so... |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 21:12
es ist eine schwere sache. generell stimme ich dem schon zu, dass ein durchstieg mit exen einhängen deutlich schwerer ist (psychisch und physisch). aber wenn sich ein begriff in 30 jahren nicht durchsetzt...
und kommende generationen werden den begriff pinkpoint gar nicht mehr lernen, da wirds völlig normal sein, dass die exen hängen. |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 21:13
Verstehe trotzdem nicht, warum man den Begriff nicht anbieten kann. 100% meiner Kletterpartner verwenden den Begriff.
Keiner sagt, dass Pinkpoint schlecht ist, klar ist es auch in schweren Touren üblich. Aber egal, ich trage jetzt einfach bei allem nur "geklettert" ein.
Vielleicht wird es ja in ein paar Jahren auch die Unterscheidung zwischen Vorstieg und Nachstieg nicht mehr geben: Erst musste man alle Exen von unten clippen, dann wurde die erste vorgeclippt, dann die zweite, dann dir dritte,...und irgendwann dann der Umlenker und dann ist alles das Gleiche.
Für mich ist der Begriff Rotpunkt mittlerweile im allgemeinen Gebrauch absolut NICHTS SAGEND, eigentlich kann man ihn auch gleich weg lassen, denn er heisst oft nur noch, dass man irgendeinen noch so kleinen und noch so leichten Rest einer Route im Vorstieg geklettert ist und auf dem Stück wurde dann noch ne gaaaanz lange Exe in den Umlenker gehängt. Ausser bei Leuten, wie Chris, Martin und Rainer, deren Einstellung ich kenne, ist der Begriff für mich mittlerweile so aufgeweicht, dass er sich selbst überflüssig macht. |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 21:18
Das Hängenlassen von Exen ist nochmal ein anderes Thema.
Manchmal habe ich das Gefühl, je schwerer die Leute klettern, desto vergesslicher werden sie. Zum Glück gibt es ja Fundbüros. |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 21:22
Ich find das ein wenig übertrieben, keiner klippt sich 3 Haken vor und spricht dann von Rotpunkt. Ich denke, beim Vorklippen sind wir ziemlich einer Meinung.
Es geht eigentlich nur darum, was sich bei hängenden Exen durchgesetzt hat und das ist nun mal nicht Pinkpoint. Es kommt vielleicht auch ein bisschen auf die Kreise an, in denen mal klettert. In meinem Bekanntenkreis sagt (bis auf einzelne Ausnahmen ) niemand Pinkpoint. |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 21:43
Jemandes Kletterkönnen wird ja meistens auch nicht dadurch definiert, welche Angaben die Person selbst über ihre Begehungen macht, sondern oft dadurch, was der Freundeskreis und Zeugen über das Kletterkönnen der Person bzw über einzelne Begehungen sagen... Und da kriegt man dann oft eine sehr genaue Auskunft darüber, was und in welchem Begehungsstil jemand gemacht hat. Und wenn derjenige die Exen selbst geclippt hat, spricht sich das definitiv IMMER rum.
Also auch wenn die Begrifflichkeiten meinetwegen schwammig sind, die Wertschätzung für den Begehungsstil besteht weiterhin und wird auch immer bestehen!!! |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 21:53
Übrigens: in fast jeden Haken passen zwei Karabiner.
Es gehört allerdings zum guten Ton, die Auslegung der Spielregeln und auch den Aufwand eines anderen Sportlers zu respektieren. Selbst wenn sich die Auslegung nicht hundertpro mit den eigenen Ansichten deckt und der Aufwand für einen selbst aufgrund höheren Könnens geringer wäre als für den anderen.
Schlingen, die ein paar Tage (na gut, nicht Monate...) in einer Route hängen bleiben, in der jemand intensiv (!) projektiert, stören niemanden.
Überheblich, arrogant und unfair wäre es, diese Schlingen, nur weil mans kann, einfach abzubauen... |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 22:00
meine exen würde ich nie hängen lassen - die sind schnell am abend abgebaut und auch wieder eingehängt (notfalls mit martins konsteinkiller ). |
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 13.02.2014 - 22:05
hab schon leute gesehen die in der toour exen eines anderen, der die tout projektiert, diese rauszubauen und die exen seines sponsors zu hängen, und nach dem fotos gemacht wurden das ganze wieder getauscht :) |
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