Ehrlichkeit bei den Begehungen
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Thomas Zilch 


Beiträge: 293
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 13:42
was bedeutet für dich - die tour klettern können - tina und welchem wertemaßstab liegt das zugrunde? |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 13:50
Ahhh.... mir fällt noch so viel ein und schwupps hat sich ein anderer Kommentar schon wieder dazwischen gemogelt
Lynn Hill ist nur 157 cm groß und ist (tut sie glaube ich immer noch) super geklettert! Aber ich bin mir sicher da gab es sicher immer Touren, die Sie aufgrund Ihrer geringen Größe nicht machen konnte, aber ist sie deswegen schlechter? Klar emit einer durchschnittlichen Größe ( nicht zu groß nicht zu klein) hat man im Felsklettern vielleicht in seinem Schwierigkeitsgrad mehr Auswahl an machbaren Touren.
Es würde mich allerdings sehr interessieren ( vielleicht wurde das schon einmal gemacht?), ob es möglich ist z. B. zwei gleiche Boulder zu bauen, mathematisch richtig ins Verhältnis gesetzt ( Griffgröße, Länge der Züge, Absatnd der Tritte etc) zu einer 1,60 m und einer 1,80 m Person - Dann könnte man das Kletterkönnen direkt vergleichen - aber so muss jeder mit seinen Unterschiedlichen Körpervorasusetzungen eben zurecht kommen, die Welt ist eben ungerecht. ( Also ich bin auch nicht ganz befreit von dem Schielen auf den Schwierigkeitsgrad und dem Vergleichen, aber es muss ja kein Wettkampf draus werden.)
Ich wollte früher übrigens unbedingt Volleyball spielen, habe aber schon beim ersten Training einsehen müssen, dass es keinen Sinn macht, und dann auch keinen Spass, wenn man NIE Blocken kann, da ich mit 1,58 m und durchschnittlicher Sprungkraft dazu einfach nicht in der Lage bin. Da ist Felsklettern sozusagen gerechter. |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 14:19
@ thomas: Zitat: die tour klettern können bedeutet für mich, egal, ob jemand wie Karin sich manchmal die Exen verlängert (lässt) oder den ersten Haken vorclippt oder sogar toperoped... wenn man das klettern kann OHNE sich ins Seil zu setzen, dann hat man die Fähigkeit die Tour zu klettern. Ich würde in so einem Fall versuchen diese dann Vorzusteigen Ohne Verlängerung (Rotpunkt und Pinkpoint unterscheide ich nicht so streng) - dann sieht man genau was die psychische Komponente noch aus der Tour macht. Und ich glaube, dass diese bei jedem Menschen dann sehr unterschiedlich ist.
Letztendlich ist dann zwichen "Klettern können" und "Klettern im Vorstieg durchsteigen" ein großer Unterschied.
Das ist wohl auch der Grund, warum bei Klassikern darum gekämpft wird, dass die Hakenanzahl sich nicht verdoppelt.
Ich denke aber, dass man hier ein gesundes Gleichgewicht finden muss zwischen einem modernen stark wachsenden Breitensport mit sehr hohem Sicherheitsbedürfnis der Sportler ( oder bist du in deiner Kindheit mit Helm Fahrrad gefahren oder im Auto angeschnallt worden?) und einer Klassischen Risiko-Rand-Sportart mit einer anderen Ethik und Moral.
Sicherheit JA, aber nicht um den Preis, dass sich jeder, der der Tour vielleicht gar nicht gewachsen ist, reinhängt, nur weil sie jetzt so gut gesichert ist. |
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 15:29
Naja aber mit verlängernden Haken und Doppelclips kann man schon kraft sparen wen Psyche kann Scho ordentlich power ziehen |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 15:31
hab ich auch nichts anderes behauptet... |
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Thomas Zilch 


Beiträge: 293
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 15:44
Meiner Meinung nach sollte jeder klettern wie es ihm Spaß macht und wie es ihn selbst am meisten gibt und erfüllt. Ob toprope, pinkpoint, RP, AF, verlängert usw.
Ein direkter Vergleich ist doch - gottseidank - eh nicht möglich.
Aber ehrlich zu sich selbst und anderen sollte er sein.
Amen  |
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Christian Döhl 


Beiträge: 155
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 16:17
Also nun muss ich mich wohl auch mal zu Wort melden. Ich wurde ja mehr oder weniger hier angezählt da ich einen Boulder geflasht habe (ist tatsächlich passiert und unter Zeugen auch noch ). Dieser Boulder war mit 7a angegeben, zugegebenermaßen mein erster 7a, ein paar 6c/6c+ sind schonmal dabei gewesen aber 7a war es das erste Mal. Real klettere ich am Fels so 7/8 mit projektieren. Ich hab mir nichts dabei gedacht und meine Touren mal wieder eingetragen. Wenn sich jetzt hier Leute auf den Schlips getreten fühlen, sorry ist mir aber auch eigentlich Wurscht. Ich klettere weil es mir Spaß macht, wie schwer ist mir dabei völlig egal. Ich hab meine Boulderbegehungen jetzt mal wieder gelöscht da ich dieses Tourentagebuch nicht brauche um mich besser zu fühlen. Ich hätte allerdings von sonst so umgänglichen Kletteren eher Kommentare erwartet wie: "klasse, super, weiter so" aber ich kann auch mit: "Hast du das echt gemacht, du kletterst doch gar nicht so gut" umgehen.
Und unehrlich war ich mit Sicherheit nicht, diese Aschuldigung ist schon etwas zu dreist für meinen Geschmack. Ich hab sogar im Netzt nach der Tour gesucht, ist aber überall sonst auch mit 7a angegeben, allerdings mit Kommetaren wie "ist aber leichter", solch einen Kommentar habe ich gleich auch bei meiner Begehung hinzugefügt aber das reicht scheinbar nicht.
Kurzum, ich habe meine Begehung dieser Tour gelöscht, damit sollten jetzt alle zufrieden sein und falls sich jemand berufen fühlt Anschuldigungen wie Unehrlichkeit zurückzunehmen, bitte, ich fänds angebracht.
Gruß
Christian |
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Thomas Zilch 


Beiträge: 293
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 17:57
Alles klar, kann natürlich sein das du im Bouldern viel besser bist als im klettern. Gibts ja. |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 07.08.2014 - 18:15
Hi Christian D.
Ich habe den Hintergrund der Diskussion gar nicht mit bekommen, weil ich eure Routen nicht sehen kann. Ich finde es aber gar nicht so ungewöhnlich, dass man einen Boulder flashen kann, der über dem eigenen Niveau liegt:
1. Ein Boulderflash ist einfacher als ein Routenflash, weil man alles ganz genau sieht und es oft weniger Züge sind, die man sich merken muss.
2. Wenn man mehr Max.-kraft als Ausdauer und vielleicht auch als Taktik hat, kann man natürlich schneller schwer bouldern.
3. Bei kurzen Bouldern ist eine Konsensbewertung oft eh noch schwieriger als bei Routen oder anders herum: der Liegfaktor ist extrem wichtig und, wenn der absolut passt, fällt halt auch mal etwas Schweres.
Um das zu verstehen, muss man vielleicht selber Bouldern und Klettern gleichwertig betreiben.
(Grundsätzlich glaube ich jede Begehung, bis ich von einer Person zum ersten Mal belogen worden bin.)
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