Was ist ROTPUNKT noch wert?
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Helmut Vogel 


Beiträge: 11
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Beitrag vom: 22.01.2014 - 17:36
Besser spät als nie:
Geh da mit der Anna kondom, ähm konform: Für mich ist eine Rotpunkt-Begehung NUR DANN eine solche, wenn ich ALLE Exen selber einhänge und auch nichts vorclippe. So und nicht anders. Wer sich gerne selber belügen will, kann das ja tun - muß jeder selber wissen. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 23.01.2014 - 12:43
Hallo Helmut,
gehe mit Dir auch vollkommen kondom
Leider kann man zur Zeit diese Entwicklung auch in der Fränkischen nicht verhüten - äh - verhindern
Neueres Beispiel wäre der Einstieg der "Georg-Ehmann" (9) am Student. Die Schlüsselstelle ist da ganz weit oben, aber am Einstieg hängen jetzt plötzlich 2 Fixexen mit Schraubglied als "Diebstahlsicherung" . Wenn das der Martin Scheel (1. freie Begehung vor über 20 Jahren) sehen würde, würde er wahrscheinlich recht dumm gucken .
Wer das eingerichtet (oder verzapft) hat, hat natürlich mit Sicherheit dafür seine schwerwiegenden Gründe...
Mich erinnert das an das Technoklettern der 70er Jahre in den Alpen. Die Elite wollte damals auch immer schwerer Klettern und hat sich deshalb die Wände hochgenagelt, weil´s anders eben nicht ging (damals ). Und diese Touren hat man dann als schwerste Freikletterei verkauft - sich selbst gegenüber und der Öffentlichkeit auch. Das heißt, jede Hakenrassel wurde als 6 oder 6+/A3 verkauft, auch wenn´s nur 4/A3 gewesen ist. Die Wiederholer haben dagegen auch nichts gesagt und sich selbstgefällig auf ihren "Leistungen" ausgeruht.
Das waren dann zwar immer noch außergewöhnliche Leistungen, aber eben nicht im Freiklettern. Genau so, wie heute, wo man unvorstellbare Leistungen vollbringt, aber eben Pinkpoint und nicht Rotpunkt. Unter dem Mantel der Selbstgefälligkeit verschwindet nun der Begriff Rotpunkt.
Meine ganz persönliche Denkweise oder vielleicht auch nur Wunschdenken:
Die derzeitigen Fixexen werden älter und die Kletterer auch. Die Tausenden von Exen werden irgendwann reißen oder ausgetauscht werden müssen. Die Tausenden von Kletterern (jetzige Generation) werden auch älter und neue noch stärkere Kletterer werden geboren. Vielleicht verhelfen die dann dem Rotpunktklettern wieder zu einer Renaissance. Die Fixexen sind dann Geschichte, wie die Stichtbohrhaken der 70er.
Mein momentaner Tipp:
Nicht ärgern , nur wundern
Die Zeit wird´s (vielleicht) schon richten...
Grüße eines Träumers Martin |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 23.01.2014 - 12:54
...so - und jetzt muss ich schnell zum Student
Keine Angst, nur ´n bissl Wintertraining . Die Exen bleiben drin.
Außer, ich werd´noch mal so gut, dass ich die "Ehmann" punkten will
Aber bis dahin sind die von alleine abgefault
Gruß Martin |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 23.01.2014 - 14:48
Für mich ist Pinkpoint der gängige Stil, habe fast alle schweren Touren so geklettert. Bei flachen Touren könnte man ja noch leicht nach jedem Versuch die Exen abbauen aber bei steilen Sachen würde wohl jeder Sicherer rebellieren.
Ist ja auch kein Problem, ich behaupte ja auch nicht es ROTPUNKT geklettert zu haben.
Vorklippen oder doppelt (verlängert dann nochmal kurz) einhängen von X Haken ist halt Toprope . Frage mich oft warum die Leute nicht gleich toprope einsteigen.
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 23.01.2014 - 21:51
Hallo Chris,
werde dieses Jahr wahrscheinlich auch wieder einiges Pinkpoint klettern.
Am Student ist´s aber schon lustig. Der ist ja wirklich nicht steil, aber trotzdem gibt´s da mittlerweile etliche Fixexen.
Krönendes Beispiel:
Die 3 Meter lange Fixschlinge in der Leichten Acht. Die ist sogar mit einem Schraubglied "abgesperrt" . Von wem diese Schlinge wohl stammt? Schaut nicht so aus, als ob sie Rudi Borschert 1992 bei der Erstbegehung da reingehängt hätte.
Der Routencharakter der Leichten Acht ist jetzt auf jeden Fall leicht im Eimer
Verwunderte Grüße Martin
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 24.01.2014 - 07:34
Am Student sehe ich jetzt auch keine Notwendigkeit Fixexen zu installieren, aber sollte sogar für jemanden mit 2 Linken Daumen kein Problem sein |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 24.01.2014 - 10:36
Höchstens vielleicht für Gstudierte
Sorry Martin |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 24.01.2014 - 11:00
Hi Chris,
manchmal ist es fürs komplett Topropen halt zu steil oder es geht irgendwie nicht und ein kompletter Vorstieg ist mir zu gefährlich. Dann clippe ich vor, wieviele Exen ist dann egal und steige den Rest vor. Verbucht wird das dann natürlich (!) unter TOPROPE, egal ob es eine, zwei, drei oder vier Exen waren, die ich vorgeclippt habe.
Wenn ich mich nicht traue, die erste Exe anzuklettern und ein komplettes Toprope möglich ist, klettere ich auch komplett Toprope. Warum soll ich mich dann für nichts stressen, vorgeclippte Exe ist ja eh Toprope.
Das sehe ich exakt wie du. |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 24.01.2014 - 11:46
Klar bei Laurin an der Schloßzwergwand würde ein Toprope bei Versagen im Einstiegsbereich zu eine langen Schleifspur im Dreck führen . Deine Offenheit/Klarheit ist leider selten, viele verbuchen Touren mit vorgeklippen Haken als pinkpoint.
Ich finde auch nix schlimmes an einer Topropbegehung, ohne Seilzug auf jeden Fall eine saubere Sache. |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 24.01.2014 - 18:51
Ist heutzutage eh in Mode, sich selbst und Sponsoren zu verarschen. Je mehr sich Leistung in einer Sportart lohnt, sei es um Sponsoren zu bekommen oder einfach nur für mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung, desto mehr wird beschissen. |
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