Ehrlichkeit bei den Begehungen
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 30.11.2014 - 17:37
Frage sei erlaubt ob man als Freizeitkletterer seine Begehungen denn unbedingt benennen muss? Ich klettere wegen dem Flow, der Geilheit der Züge, dem Naturerlebnis usw. Nicht um eine Begehung benennen zu können. Das ist ja sehr individuell abhängig von der Route. Die einzige Definition ist für mich frei geklettert + nicht gestürzt oder reingehockt.
Alles andere ist wie die Menschen sehr individuell und abhängig von der Person die klettert. Wer spielt sich auf und schreibt jemand vor wie er zu klettern hat? Ich verdiene nicht mein Geld damit und kann doch machen wie ichs mag und wie ich mich persönlich wohl damit fühle  |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 30.11.2014 - 17:43
wie gesagt, das ist ja in ordnung, wenn du dich freust und die tour geklettert bist. ich sage ja auch, dass ich viel im top-rope klettere. aber dann sage ich auch nicht onsight dazu, nur weil ich sie auf dem ersten versuch in einem zug geschafft habe.
aber wie du schon schreibst und wie man hier auch lesen kann, sehen das viele kletterer unterschiedlich. |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 30.11.2014 - 17:54
Klar kannst du die Touren klettern wie du willst aber ein Rotpunkt ist dann vielleicht nicht. Genau aber das ist ja oft das Problem, gerade Kletterer die sich übers klettern definieren versuchen eine Begehung zu erzwingen, da wird dann solange verlängert, vorgehängt, der verlängerte Umlenker geklippt und da dann sofort reingesetzt bis es mit der "Begehung" klappt. Warum nicht einfach Toprope? Ist doch eine saubere Begehungsform bei der für jeden klar ist was der Kletterer geleistet hat - aber halt da gibt es ja nicht die gewünschte Anerkennung, also wieder verlängeren.... bis man halt behaupten kann man hat das Ding "gepunktet". |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 01.12.2014 - 18:34
Was bedeutet denn eigentlich diese Option hier in der Routendatenbank Zitat: geklettert ? Welcher Begehungsstil ist da genau gemeint?
Und an die RotpunktEXperten: Was ist mit Routen, bei denen die Exen teilweise fix hängen und der Rest eingehängt wird? (Atlantis zB, oder Patient Line war so eine Begehung). Was ist das denn für ein Begehungsstil? |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 01.12.2014 - 18:44
für mich sind hängende exen rotpunkt für andere pinkpoint.
mit hängenden exen ist der durchstieg natürlich leichter, als wenn man exen beim klettern einhängt, aber es ist absolut unpraktikapel nach jedem versuch die exen wieder raus zu holen. daher hat es sich bei der breiten masse der kletterer durchgesetzt, einen durchstieg mit hängenden exen als rotpunkt zu bezeichnen. und durch die fixexen wäre sonst rotpunktklettern in kletterhallen und bestimmten touren gar nicht möglich.
pinkpoint verwendet eher eine minderheit.
geklettert ist kein begehungsstil - geklettert wurde auf vielfachen wunsch eingeführt für touren, die nicht genau nach einem begehungsstil begangen wurden (oder für pinkpoint) |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 01.12.2014 - 19:12
Also einmal reinfliegen/sich and der Exe festhalten ist dann für die 6er-Kletterer auch ein geklettert???
Das Rotpunkt reicht nicht aus für alle Durchstiegsformen? Sind die vielen Leute, die den Wunsch geäußert haben, so stolz drauf mal ausnahmsweise eine Route mit Exen einhängen hochgekommen zu sein, das sie für die anderen Routen extra einen eigenen Begehungsstil brauchen???? Um sich von den weniger wertvollen Pinkpointbegehern abzugrenzen?
Und nochmal gefragt: Was ist mit Routen, in denen TEILWEISE fixe Exen hängen? |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 01.12.2014 - 19:17
Es lebe das Klettern ohne Seil!
Da interessiert keinen wieviele Pads oder Spotter du hattest. |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 01.12.2014 - 19:26
für mich gibts onsight, flash, rotpunkt und clean.
aber mir ist es ehlich gesagt egal, wie jemand anderes seine begehungen nennt. ich klettere für mich und wie es mir spaß macht.
ob eine fixexe, 10 oder alle ist für mich egal. genauso sehe ich es beim vorklippen. ob ein, fünf oder 10 haken - übrig bleibt halt nur noch ein top rope. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 01.12.2014 - 20:43
Da viele Spitzenkletterer der letzten Jahrzente ihre Toprouten nicht im klassischen Rotpunktstil klettern konnten, wurden sie Pinkpoint geklettert. Da jeder aber lieber Rotpunkt klettern möchte, wurde der Kletterstil Pinkpoint zum heutigen Rotpunkt. Punkt. Zumindest für die meisten Kletterer. Punkt. Für den Kletterstil, der das durchgängige Einhängen von Sicherungen von unten erfordert, gab es plötzlich keine Definition mehr. Punkt.
Die Verwendung der Begriffe hier in der Datenbank:
Rotpunkt:
Vorstieg einer Route mit Fixexen, vorgehängten Exen, velängerten Exen, Vorklippen von einem oder mehreren Haken oder auch das Anbringen der Sicherungen während des Durchstiegsversuchs. Alles Rotpunkt. Machen die Spitzenkletterer so, ist deshalb anerkannt und gängig. Außerdem klettert ja eh jeder nur für sich selber und dann ist´s ja eh wurscht.
Geklettert:
Unter diesem Begriff kann man Routen listen, für die es keinen speziellen Begriff des Begehungsstils in der Datenbank gibt, z. B. Jojo.
Ewiggestrige wie ich nutzen die Begriffe etwas anders.
Rotpunkt:
Klassisches Rotpunktklettern mit Anbringen der Sicherungen während des Durchstiegsversuchs.
Geklettert:
Wie oben und hier vor allem Pinkpointbegehungen, weil es den Begriff "Pinkpoint" in der Datenbank nicht gibt.
Alles klar? Oder wohl eher doch nicht
Aber Extremklettern.de hat ja noch viel Platz auf dem Server. Da kann man hier locker noch mal 16 Seiten Forumsbeiträge zum Thema schreiben
Gruß Martin |
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Andi Müller 

Beiträge: 25
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Beitrag vom: 01.12.2014 - 22:04
Hey onkel grulich
erzaehl mir do h ne gute nacht geschichte von deinen vielen abentereuern...
es war einmal damals in suedfrankreich: neben mir stand jerry moffat und ich sagte noch "mensch wolfgang.."
kann nicht pennen, also zieh ma vom leder ... |
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