Knee bar pad - Klettern und Bouldern
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Ausrüstung
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Daniel Tobias 
Beiträge: 2
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Beitrag vom: 05.02.2018 - 16:22
Ich bin auf der Suche nach einem Knee bar pad. Hier gibt es leider in Deutschland wohl relativ wenige Optionen (Five Ten ausverkauft, Send nur teuer über Ebay). Habt ihr ggf. einen Tipp wo man am besten ein vernünftiges Knee bar pad herbekommt?
Danke! |
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Hartwig Pudzich 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 05.02.2018 - 16:38
Optionen:
http://goclimbing.ida.gd/knee-bar-pad/knee-bar-pad-go-climbing-danae-model/
https://www.outdoor-climbing.de/Five-Ten-Neon-Knee-Bar-Knieklemmer-Gummi
https://www.ebay.de/i/282664899842?chn=ps&var=581875045816&dispItem=1
Das hat mal ein Bekannter von mir in einem anderen Forum geposted:
Anleitung zum Selbstbau gibt’s im Netz von Steph Davis.
Man kauft sich Oberschenkelbandagen z.B. diese hier https://www.amazon.de/McDavid-Oberschenkelbandage-Schwarz-Gr-L/dp/B000Y8GIYA/ref=sr_1_3?s=sports&ie=UTF8&qid=1508951126&sr=1-3&keywords=mcdavid+oberschenkelbandage und Gummi (3bis 4 mm) in nem Lederfachgeschäft, schneidet es zu und lässt es vom Schuster verkleben und einmal umnähen.
Grüße
Hartwig
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Daniel Tobias 
Beiträge: 2
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Beitrag vom: 06.02.2018 - 10:31
Vielen Dank Hartwig für deine Informationen. Das Five Ten scheint überall leider ausverkauft zu sein... Das Pad aus Bulgarien schau ich mir mal genauer an, ich denke das könnte eine interessante Alternative sein, wobei mich stark wundert, wieso es in Deutschland eigentlich nirgendwo Knee Pads zum klettern gibt. Wahrscheinlich alles zu senkrecht, oder alle zu viel Kraft  |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 06.02.2018 - 19:26
Schreib einfach auf Englisch an Go Climbing, die Ida kann gut Englisch und ist zuverlässig. Die Pads sind gut verarbeitet. |
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Florian Nixmann 

Beiträge: 63
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Beitrag vom: 08.02.2018 - 17:58
Guten Abend!
Meinen folgenden Kommentar will wahrscheinlich keiner hören, aber ich kann meinen Mund halt nicht halten:
Wenn man bedenkt, daß die allermeisten potentiellen "Kneebar-Routen", also steile Sinterrouten in Südeuropa oder Thailand z.B. ohne Pads erstbegangen wurden, besonder natürlich die Klassiker aus den 80ern und 90ern, dann sollte man sich mal Gedanken darüber machen, ob man mit Pad nicht diverse Schwierigkeitsgrade abziehen sollte (jenach Anzahl ,Art und Wichtigkeit der Knieklemmer-Rastpunkte, in denen man mit diesen Dingern schmerzfrei und mit viel geringerem Anpreßdruck geradezu übernachten kann).
Ein schönes Beispiel wäre der 80er-Klassiker Lourdes in El Chorro, den einige hier sicher kennen. In dieser Route sind ca. 12 Knieklemmer machbar, wobei 3 eig. ausreichen. Der Wichtigste ist allerdings der Knieklemmer direkt vor der Schlüsselstelle. Wenn man hier mit einem Pad mit guter Reibung klemmt, kann man superbequem ruhen. Hat man so ein Ding nicht und dazu noch kurze Unterschenkel, dann kann man sich halb blödpressen, um die Arme ein wenig zu entlasten. Hier war klassisch nur die Unterschenkellänge entscheidend. Kommt jetzt einer mit langen Unterschenkeln und einem Pad, so kann man die Route locker von 8a auf 7c abwerten.
Wie lang unsere Extremitäten sind, können wir zum Glück noch nicht beeinflussen, aber ob unsere Kniehaut aus Reibungsgummi besteht leider schon.
Ich weiß: Jetzt kommen wieder die Argumente: Es gilt ja auch mit einer langen Hose, oder muß man mit nackten Knien klettern? Mit Kletterschuhen klettern, gilt ja auch!...usw.
Aber wer sich selbst bemogeln will, wir meistens eine Ausrede finden, um weiterhin daran glauben zu können, die Nummer zu sein........
lg Euer Flori |
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Hartwig Pudzich 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 08.02.2018 - 21:16
Die Argumentation stimmt, ist auch legitim. Aber wenn du die sportliche Wertigkeit absolut vergleichen willst, dann mußt du die Vorraussetzungen auch gleich halten... Also weg mit den modernen Reibungsoptimierten pointierten Schuhen, und bitte mit Schuhen der 80er oder noch früher klettern.
Die erste 5.13a, wurde im Yosemite mit EBs geklettert, Routen im Sandstein bitte bis zum 8. UIAA Grad barfuß (Erstebegehungen von B.Arnold, Superlative durch Nöltner/Güllich), usw.
Kneepads, wie optimierte Reibungssohlen, wie Leichtexpressen, Gurte, moderne Klemmgeräte,Crashpads usw. haben es, neben besseren Trainingsmöglichkeiten, vielen Leuten ermöglicht relativ schwierige Routen klettern zu können.
Wenn ich eine Route nur wegen einer Nummer klettere, kann ich es mir einfacher machen, aber das sollte wohl nicht die Motivation sein was klettern zu wollen.
Zumindest sollte jeder so ehrlich sein zu dokumentieren, was er an Hilfsmitteln genutzt hat.
Grüße |
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Florian Nixmann 

Beiträge: 63
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Beitrag vom: 08.02.2018 - 23:12
Gute Nacht!
@ Hartwig:
Alles richtig, was du sagst!
Auch der letzte Satz...aber das wird dann doch gerne vergessen.
Und das mit dem Schwierigkeitsgrad sehe ich ganz genauso. Nur wird das im "Mainstream" eben genau nicht gesehen. Es wird nur nach ebendem geklettert.
Weiß der durchschnittliche Kletterer/Boulderer nicht den (subjektiven) offiziellen Grad und den Namen des Lustobjektes, dann dreht er enttäuscht ab - wie soll er das denn "eintragen".
Natürlich kann jeder machen, was er will und wie er will. Er sollte sich nur darüber im Klaren sein, wie die Leistung zu bewerten ist. Deswegen habe ich ja auch geschrieben "sich selbst bemogeln" und nicht andere bemogeln, weil die es eh nicht interessiert.
Mir ist gerade bei Sinterkletterein aufgefallen, wie extrem hilfreich es sein könnte, Gummipads zu benutzen (weil ich elendig herumgerutscht bin mit dem Knie. Ein Pad habe ich nie benutzt.)
Natürlich ist es genauso extrem, in einer Altmühl- oder Blautalkratzerglitschroute einen Hanwag-/ Sportivalatschen der 80er zu benutzen. Ich frage mich eh, wie diese relativ fußtechnikfreien Kraft- und Gewichtsfeteschisten mit diesen "steigeisenfesten" Schuhen diese Marksteine setzen konnten.
Sie müssen kraftmäßig unserer Zeit enorm weit voraus gewesen zu sein. Kann aber auch sein, daß es daran liegt, daß damals immer nur von relativer Kraft geredet wurde. Heute ist das zum Glück nur noch in bewegungstechnisch talentfreien Kreisen der Fall.
Denkt also immer daran, was das was ihr wie macht wert ist, falls euch das wichtig ist.
Aber besser ist es eh, irgendwo hin zu gehen und das zu klettern, was gut aussieht. Kann mal voll in die Hose gehen, weil man sich optisch verschätzt hat - aber der Abenteuerfaktor ist doch höher - fast so ein bischen, wie bei einem Erschließer...
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 09.02.2018 - 10:45
Da sind wir wieder beim modernen, kommerziellen klettern angelangt. Für alles wird neues Equipment entwickelt, um das Klettern zu erleichtern. Letztendlich schaffen es heute umso mehr Kletterer, Schwierigkeitsgrade zu erreichen, die früher nur für die Extremsten der Extremen kletterbar waren.
- Kletterschuhe
- Risskletterhandschuhe
- Knee Pads
- Clip Stick (vereinfacht das Projektieren erheblich)
- Funktionskleidung und Schlafsäcke (Höhenbergsteigen und Expeditionen)
- Kletterhallen (ideale Trainingsmöglichkeiten direkt vor Ort)
etc.
Aber das ist aber auch bei anderen Sportarten so. Ich sage nur Carvin Ski oder Carbon Fahrräder (E-Bikes ).
Ach ja, nicht nur beim Sport ist das so. Früher schaffte eine Sekritärin vielleicht 100 Briefe am Tag, heute sind 10.000 mit dem Computer kein Problem
Die Technik geht weiter. Ich erinnere mich mit Sehnsucht ans Klettern vor 20 Jahren, als sich Kletterer am Fels noch begrüßten, als Onsight noch Onsight war, am Abend am Lagerfeuer gegrillt wurde und das Klettern nicht nur an einer Zahl festgemacht wurde. Aber das ist nun mal die Zeit und der Fortschritt...
Sorry, führt vom Thema weg. Aber Daniel hat seine Antwort ja schon bekommen  |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 09.02.2018 - 11:58
Hallo Flori, ich sehe Kneepads meist beim Bouldnern und eher selten mal beim Klettern. Ob jetzt die meisten steilen Sinterouten wirklich aus den 80er oder 90er sind? Kalymnos, Leonidio, San vito, Chulilla...... alles recht neu.
Ob mit oder ohne Kneepad, mit/ohne Chalk.... erstbegangen weiß natürlich selten einer. Muss ich eine Precht Route auch nakt, free solo vorsteigen um mich Wiederholer nennen zu dürfen?
Mir kann es egal sein, klettere weder Precht Routen bekleidet noch Sintertouren mit Kneepad.
Meine Kneepadbegehungen sehen fast alle Kletterer dieses Gebietes, sind nur 10 Ernsthafte. Transparenter geht es also kaum. |
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Florian Nixmann 

Beiträge: 63
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Beitrag vom: 09.02.2018 - 19:22
Hallo Chris und alle anderen!
Obwohl ich viel bouldere, habe ich noch nie einen Boulderer mit Kneepad gesehen - obwohl ich davon ausgehe, daß es das gibt. Ich kenne das echt nur aus Routen, eben vor allem aus Sintergebieten. Kann es sein, daß die Pads meist im Granit in irgendwelchen Verschneidungen benutzt werden? Besonders bei offenen, bei denen man sonst leicht mit dem Knie rausrutscht? Videos von den Superhelden schau ich mir nie an. Aber da kann man das wohl sehen. Damit ist es dann auch wieder hip. Und wenn die das machen, kann ich das auch... Dann wären wir auch schnell wieder bei dem Steinhaufen und vorgehängten Haken eines bekannten deutschen Kletterers, der von einer dubiosen österreichischen Firma gesponsored wird!
Möchte gar nicht wissen, was für Mogelvarianten noch so auf uns zukommen. Aber ich bin mir sicher, es werden viele sein, die immer mit irgendeiner mehr oder weniger absurden Ausrede gerechtfertigt werden.
Schönen Abend wünscht Flori |
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