Boulder abgebrannt und zerstört.....
Kletterforum ->
Plauderecke
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Martin Hagn 


Beiträge: 809
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 07:32
Unbekannte machen Feuer unter Moonwalk-Block und zerstören wohl den bekanntesten Boulder Österreichs.
http://www.klettern.de/news/sportklettern-bouldern/feuer-im-sundergrund-moonwalk.1528134.5.htm
Was bewegt leute dazu? |
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Hartwig Pudzich 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 09:45
Das scheinen ja keine Kletterer / Boulderer gewesen zu sein.
Warum jemand so was macht - keine Ahnung, vor allem da im Naturpark Feuer machen verboten ist.
Aber das ganze bekommst du ja auch in allen anderen Kletter- / Bouldergebieten mit.
Wir haben hier in Ettringen eine Hütte vom Vulkanpark, in der nachdem ein paar Heroen, vor einigen Jahren, die Rückwand verrust haben, nicht mehr übernächtigt werden darf, wie viele Leute sich daran halten, obwohl das kommuniziert wurde..... kein Kommentar.
Ich habe in Bleau schon erlebt das da kleinere Höhlen, Überhänge und Dächer von ganzen Gruppen zu einem Biwak-Platz umfunktioniert worden sind.
Aufgrund von Überfüllung und richtig miesen Hygienischen Verhältnissen sind die Biwakwiesen in Barbizon und bei Fontainebleau vor ein paar Jahren schon geschlossen worden.
Das gleiche habe ich auch schon an anderen Stellen erlebt oder mitbekommen, in Franken, der Pfalz, im Elbsandstein sind glaube ich auch nur noch 3 Boofen offiziell offen, in der Schweiz ist wild campen grundsätzlich nicht erlaubt....
Grüße
Hartwig
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 11:35
Im Bayerischen Waldgesetz - und ich denke die anderen sind ähnlich - ist offenes Feuer - und dazu zählen auch Campingkocher und das Abbrennen von Klopapier- im Wald und auch in 100 m Abstand zu diesem verboten. Auch das Rauchen ist dort vom 1. März bis zu 31. Oktober verboten. Dem Wald stehen im Bezug auf dieses Gesetz gleich u.a. Ödflächen und Alpenlichtungen, die mit dem Wald in einem natürlichen Zusammenhang stehen.
Mit Geldbussen bis zu 25.000 Euro kann belegt werden, wer fahrlässig Wald zerstört. (Auch das Aufstellen eines Zeltes kann bis zu 500 Euro kosten, ist allerdings nur eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat.)
Im Rahmen des Berichtes über den zerstörten Boulder wurde ein anderes, weitaus dramatischeres Ereignis erwähnt, bei dem brennendes Klopapier einen Waldbrand auslöste und beinahe Menschenleben, aber ganz sicher viele Tierleben gekostet hat.
Feuer im Wald ist echt kein Kavaliersdelikt.
Wenn ihr jemanden im Wald Feuer machen seht, ruft bitte sofort die Polizei (, wenn sie denn kommt, meist sind sie damit beschäftigt, nichtrauchenden Kletterern das Kiffen zu unterstellen), macht Fotos von Kennzeichen und Personen und bringt das ganze zur Anzeige.
Alternativ könnt ihr euch an den zuständigen Forstbeamten wenden. Vielleicht kennt Chris da Kontaktdaten?
Ich fand bisher: http://www.aelf-am.bayern.de/forstwirtschaft/072857/index.php?layer=print&
Es geht so schnell und viele Tiere und evtl. auch Menschen
verlieren ihr Leben und Boulder und Routen sind für immer zerstört! |
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Florian Nixmann 

Beiträge: 63
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 11:58
Im Frankenjura findet doch ab Donnerstag dieses Festival statt.
Da zu diesem Anlaß wohl wieder sehr viele Leute dort auftauchen, wird sicher auch die entsprechende Anzahl an Spezialisten dabei sein, die wild im Wald campen und dort auch noch Feuer machen.
So freue ich mich gerade darüber, daß es in der Fränkischen letzte Nacht massiv geregnet haben soll und laut Vorhersagen auch heute noch regnen soll.
Daß die Temperaturen bis zum Sonntag auf 26°C steigen sollen, ist wiederum nicht die beste Nachricht.
Die Feuchtigkeit könnte zu schnell verdampfen. Jedenfalls wird einiges Wasser an den Felsen kondensieren, und das Klettern im Wald könnte ziemlich unmöglich werden. |
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Christoph Bannow 


Beiträge: 13
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 18:26
Das mit dem Boulder war wohl keine absichtliche Geschichte. Zumindest sieht im Augenblick alles danach aus. Allerdings hätte es mich auch nicht gewundert wenn es Absicht gewesen wäre. Schließlich ist das Verhalten vieler "Kletterer" wirklich unerträglich. Gerade der Umgang mit dem Fels und Verhalten auf Privatgrundstücken lässt oft zu wünschen übrig. Fa fällt mir doch glatt der Fels "frankenwohnheim" ein, da hat es wohl auch jemanden gereicht. Schade und traurig zugleich...
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Bernhard Beim 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 22:25
Echt nur noch traurig. Den gesunden Menschenverstand und eigenständiges denken sind anscheinend komplett verloren gegangen...(oder war es gar absicht? ) Ich habe letztes Jahr auch schon Kletterer (machen natürlich andre Leute auch) zu recht gewiesen welche in einen trockenen Laubhaufen geascht haben bei höchster Waldbrandstufe. Bin selber bei der Feuerwehr und kann über sowas nur noch den kopfschütteln. Das schlimme ist die Leute bei der Freiwilligenn Feuerwehr werden auch immer weniger. D.h nur für sich die Freizeit nutzen und nichts fürs Gemeinwohl machen wollen und sich dann auch noch in der Natur wie der letzte idiot aufführen Ich frag mich halt nur wo das hinführen soll... Eingezäunte Wälder? Wegen ein paar verrückten... |
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Bernhard Beim 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 22:29
Ps. Danke Anna für deine detaillierte Ausführung 😉 vielleicht merkts sich ja der eine oder andere oder überdenkt sein handeln. |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 24.05.2016 - 23:08
Danke für eure Arbeit bei der FFW und hoffentlich geratet ihr nie wegen so einem Idioten in Gefahr.
Am Boulder waren es scheinbar Einheimische, die nur die Alm gesäubert und irgendetwas verbrannt haben. Die Beschädigung des Boulders war wohl keine Absicht.
Trotzdem ist der Artikel ein guter Anlass, darauf hin zu weisen, dass mit Feuer nicht zu spassen ist.
Wie Florian erwarte ich auch während des Festivals das Schlimmste. 2012 haben sich viele Kletterer im Wald einfach nur mehr als daneben benommen. Das ging von einer schreienden DAV-Bouldergruppe direkt neben einem brütenden Buntspecht, der sich kaum noch zum Füttern traute, bis zum California-Zeltlager mitten im Wald. Es kann nur wieder grausam werden... |
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Chris Bauer 


Beiträge: 322
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Beitrag vom: 25.05.2016 - 08:04
Bei den Bayerischen Staatsforsten anzurufen wird wohl eher unpraktisch sein, da wohl keiner von uns die Reviergrenzen genau kennt.
Die zuständige Untere- oder Obere Naturschutzbehörde sind dageben durch die Landreis- und Bezirksgrenzen leicht zu ermitteln. Wenn also ein direktes Gespräch nicht zum Erfolg führt und die Polizei andere wichtige Dinge zu tun hätte blieb nur Personalien feststellen und bei den UNB oder ONB anzeigen.
Der aktuelle Fall scheint sich ja aufgeklärt zu haben und es war wohl ein dummer Zufall.
Als Kletterer sollte man sich schon vor Augen führen, daß man ein fremdes Grundstück kostenlos nutzt und der Eigentümer natürlich über sein Grundstück im Rahmen der Gesetze frei verfügen kann. Ich bin immer wieder erstaunt wie gutmütig die Grundeigentümer gegenüber uns sind! |
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Hartwig Pudzich 


Beiträge: 142
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Beitrag vom: 25.05.2016 - 11:40
@Chris:
Da bist du nicht der einzige ;).
Man sollte alle Kletter, gerade eben die aus der Plastikwelt kommen, daran erinnern das wir nur eine von vielen Gruppen sind die dieses Grundstück nutzen, und wahrscheinlich die mit der niedrigsten Bedeutung sind.
Ein bisschen mehr Zurückhaltung wäre manchmal sehr angebracht.
Bin gespannt wie lange das noch so tolerant weiter geht...
Grüße
Hartwig |
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