Routenbewertungen
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Plauderecke
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Thorsten Wild 


Beiträge: 601
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Beitrag vom: 23.05.2011 - 09:34
Nachdem ich jetzt mal das Wochenende wieder unterwegs war ist mir aufgefallen, wie extrem die Routenbewertungen ausfallen können.
Vom Skifahren kenne ich das ja schon, das eine schwarze Piste nicht unbedingt generell als schwarz anzusehen ist...aber es verwundert mich schon immer wieder, das man manchmal so gar keine Anhaltspunkte bezüglich der Bewertung hat.
Kleines Beispiel:
- im Silo in Heavensgate kletter ich zur Zeit 5/5+
- normale Route bis 7m im Heavens Gate 6+
- Brauneck (Outdoor) 6-/6
- Thalkirchen Vollstruktur 7-/7
- Thalkirchen Normale Route 7
Natürlich sind Vorstiegsangst, Beschaffenheit und Crux-Point der Strecke immer schon sehr entscheidend - aber ich finde die Spanne bemerkenswert in der sich mein Routen"Level" bewegt (5-7).
Geht es euch genau so? Oder bin ich nur ein geistiger Einzelfall? |
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Sascha Fink 


Beiträge: 69
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Beitrag vom: 23.05.2011 - 10:00
Die Routenbewertung ist immer subjektiv und meist nur innerhalb eines Gebietes / einer Halle einigermaßen schlüssig. Deshalb sollte man sein eigenes Kletterkönnen an Hand des Durchschnitts möglichst vieler Gebiete einschätzen. |
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Thomas Spandl 


Beiträge: 194
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Beitrag vom: 23.05.2011 - 10:15
Ach ja, immer wieder ein schönes Thema
Ihr solltet mal bei uns in Frankfurt in die Halle gehen.
Bei uns gehen in letzter zeit die meinungen der Schrauber ziemlich auseinander (was die Bewertungen der Routen angeht)
Was der eine für ne 6 hält, hält der andere für ne 4 usw.
Ist halt so, wie Sascha schon schreibt:
Bewertungen sind subjektiv |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 24.05.2011 - 14:13
Ich muss mich auch grad mit dem Thema auseinandersetzen - wir schrauben grad unsere neue halle voll und da laufen auch die Bewertungen etwas auseinander... Aber ich glaube, mit ein wenig Kompromißbereitschaft bekommt man sowas schon hin.
Schließlich kennt jeder Kletterer seine Stärken und Schwächen und wenn er die mit einkalkuliert, dann sollte sich schon eine neutrale Bewertung erreichen lassen. |
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Richie Bauer 


Beiträge: 187
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Beitrag vom: 25.05.2011 - 08:56
Ja, das ist leider so. Der eine mag Überhänge, der andere Sloper. Der nächste wiederum kleine Griffe oder weite Züge...
An Hand dieser Vorzüge haben die meisten Kletterer auch ihre Stärken und Schwächen. Wenn nun die Stärken des Einen auf die Schwäches des Anderen treffen, dann sind Differenzen bei der Schwierigkeitsbewertung schon vorprogrammiert.
Bei vielen Hallen werden deshalb beim Bouldern gar keine genaue Bewertung mehr abgegeben (nur noch leicht, mittel und schwer). |
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Sebastian Huber 


Beiträge: 137
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Beitrag vom: 07.08.2011 - 19:47
Routenbewertungen sind immer subjektiv und vor allem auch gebietsabhängig. Ich sehe darin aber kein großes Problem, da man sein eigenes Kletterkönnen nicht anhand einzelner Routen bewerten sollte, sondern möglichst queer durch viele Klettergebiete und Kletterhallen. |
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Norbert Meyer 


Beiträge: 42
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Beitrag vom: 08.08.2011 - 19:53
In der kletterhalle ist eine falsche Bewertung höchstens frustierend. Im freien dagegen kann eine falsch bewertete (zu leicht) Route schon auch mal gefährlich werden, wenn man den schwierigkeiten nicht gewachsen ist. Insbesondere natürlich im alpinen Bereich. |
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Robert Mayer 


Beiträge: 44
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Beitrag vom: 09.08.2011 - 11:56
Bei Klettertouren im Freien sehe ich es genauso. Da sind falsche Bewertungen u.U. sehr gefährlich. Vor allem bei langen (alpinen) oder schlecht abgesicherten Touren. Deshalb immer erst eine gesunde Skepsis an den Tag legen und erst einsteigen, wenn man auch genau weiß, was man macht |
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