Umlenkung beim Top-Ropen
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Sicherungstechnik
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 10.04.2015 - 23:54
Ja Kalle,
der IG-Sauschwanz, der seit 2014 erst mal ausgestorben zu sein scheint, bestand aus Federstahl, den man mit einigen leichten Hammerschlägen austauschen konnte. Ich habe aber auch schon ab und zu einen Sauschwanz mit eingeschweißtem Steg gesehen (Weißenstein), den man abflexen muss. Der besagte am Weißenstein ist mittlerweile übrigens kriminell beinander!
Ach ja, da ist mir noch was eingefallen
Wenn die Umlenker demnächst dann so richtig schlecht sind, binde ich sie mit `ner Schlinge ab und seile zum Schluss dran ab. So `ne Schlinge kostet zwar auch was, aber die ist immerhin viiiel billiger wie ein Schraubglied. Außerdem fühle ich mich dann in die Siebziger zurückversetzt. Da war Abseilen an Schlingen ja üblich - und manchmal ziemlich spannend
Gruß Martin |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 11.04.2015 - 00:05
Ja, ja - die Klauerei
Deshalb würde ich auch keine Karabiner* reinhängen. Die wären bestimmt bald rausgeklaut. Die Schraubglieder können aber eigentlich nur Routenerschließer für Neutouren wirklich brauchen. Deshalb haben die wahrscheinlich eine hohe "Halbwertzeit". Beispiel "Schöne Aussicht". Die Schraubglieder hängen da schon mindestens 3-4 Jahre.
Tipp für Ösenklauer: Maulschlüssel und Caramba mitnehmen
Gruß Martin |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 11.04.2015 - 09:11
Ich glaube nicht, dass die Schraub-Teile geklaut würden. Jedenfalls nicht im Übermaß. Ich habe von der Sächsischen gehört, die Kletterer hätten so etwas immer dabei, da die Umlenkösen manchmal so eng sind, dass man nicht umbauen kann! Somit muss jeder damit rechnen und den Schrauber dann oben lassen, irgendwann sind überall die Schrauber drin! Hihi
Wo kann man die kaufen? Im Baumarkt? Nicht dass ich da ein China-Fake Produkt kaufe. ( Welche Werte , langt hier Durchmesser und Gewicht? Habe echt vor mir hier welche anzuschaffen, will nicht gleich überall Mitglied werden, aber für meinen Sport und seine Sicherheit ein wenig Geld ausgeben ist kein Problem, ich meine hier keine E9-Hosen)
Habt ihr euch schon mal die Ringe angesehen, die scheuern doch komischerweise auch genau an einer Stelle durch, also sehe ich hier keinen Vorteil.
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 11.04.2015 - 11:38
Im Bergsportbedarf. Die vom Baumarkt halten nicht so viel und sind auch fürs Klettern nicht zugelassen (DIN/UIAA).
Klar kann man jetzt wieder sagen, dass die vom Baumarkt schon reichen und billiger sind. Solange man selber daran abseilt ist es auch mehr oder weniger Privatangelegenheit. Aber sobald man die Schraubglieder hängen lässt und ihnen andere ihr Leben anvertrauen, sollten sie schon den Normen entsprechen. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 11.04.2015 - 12:44
Hallo Tina,
glaube auch nicht, dass die Schraubglieder reihenweise geklaut werden.
Ich werde mir jetzt auf jeden Fall ein paar "Maillon Rapide" besorgen. Die gibt´s zum Beispiel im Internet beim "Kletter-Spezial-Laden" in 8mm für 3,47 Euro und in 10mm für 3,65 Euro.
Die Ringe scheuern sich erfahrungsgemäß wirklich fast immer an der selben Stelle durch, weil kein Mensch auf die Idee kommt, sie mal etwas zu drehen
Die Maillon Rapide, auch kurz "Majo" genannt, kann man auch umdrehen, damit sie sich auf der anderen Seite durchscheuern können (doppelte Lebensdauer). Habe ich an der "Schönen Aussicht" schon so gemacht.
Fazit: I like Mayo
Gruß Martin |
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Tina Fraunholz 


Beiträge: 238
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Beitrag vom: 11.04.2015 - 13:07
danke Martin, werde ich gleich mal schauen und bestellen.
"Meine Sachsen" haben zu dem Teil immer Majong gesagt ( hab auch mal gefagt wie das geschrieben wird, und das konnten sie mir nicht beantworten ) Aber der Begriff hat mich eben sehr an das chinesische Memory Mahjong erinnert.
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Julia Plöckl 


Beiträge: 44
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Beitrag vom: 12.04.2015 - 17:58
Interessantes Thema - hab mir da noch gar nicht so die Gedanken gemacht. Klar habe ich schon solche Umlenker gesehen, aber...
Wie lange halten die Umlenker im Schnitt? Und wer finanziert neue Haken (vor allem die Sanierungen - Erstbegehungen sehe ich als Privatinteresse der Erstbegeher)?
Das mit den Schraubgliedern ist eine gute Idee  |
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Anna Witt 


Beiträge: 985
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Beitrag vom: 12.04.2015 - 19:38
Sanierungen werden in Franken von der IG, von Privatpersonen und selten auch vom DAV finanziert. Erstbegehungen im Sinne von Routen einbohren sehe ich als Leistung für die Klettergemeinschaft. Ich finde, dass sich jeder, der die Arbeit anderer in der Klettergemeinschaft nutzt, auch irgendwie selbst einbringen sollte. |
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Martin Grulich 


Beiträge: 1067
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Beitrag vom: 12.04.2015 - 21:36
Bis vor einigen Jahren brauchte man sich über durchgescheuerte Umlenker auch noch keine Gedanken zu machen, weil da das Klettern ein Individualistensport war. Man macht sich auch jetzt noch keine ernsthaften Gedanken, weil (zumindest mir) kein schwerer Unfall durch eine gerissene Umlenkeröse bekannt geworden ist. Wie sicher eine dünngescheuerte Hakenöse noch ist, kann eigentlich keiner sagen und wie lange so ein Haken im Schnitt hält, auch nicht. Das ist eigentlich auch egal, weil es einfach nicht praktikabel ist, beispielsweise alle 10 Jahre neue Umlenker zu setzen. Es muss also eine Lösung her, die garantiert, das Umlenkhaken nicht mehr durchgescheuert werden.
Dass keiner einfach so für die Allgemeinheit, Geld ausgibt und den Umlenkern "Mayos" (Schraubglieder)spendiert, ist menschlich. Ich persönlich werde in absehbarer Zeit wohl meinen Lieblingstouren und Projekten welche spendieren müssen, wenn ich auch weiterhin sicher klettern möchte. Vielleicht handeln ja andere im Laufe der Zeit auch so. Dann wären wir schon einen Schritt weiter. Die IG-Klettern hat jahrelang mit den Sauschwänzen versucht, den perfekten Sicherheitsstandard im Frankenjura zu sichern, ist hier aber mittlerweile total überfordert. Vielleicht führt ja die Einsicht der einheimischen Kletterer dazu, immer ein "Mayo" dabei zu haben, weil diese Leute haben natürlich das größte Interesse an einer intakten Infrastruktur ihrer Felsen. Dann wäre das Problem von einer breiten Mehrheit gelöst worden. Ohne großen Aufwand für den Einzelnen. Und in auswärtigen Klettergebieten kann man sich dann dafür "gratis" austoben
Also, ich denke man muss und wird hier eine Lösung finden, aber von alleine wird sich dieses Problem mit Sicherheit nicht in Luft auflösen...
Gruß Martin |
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Kalle Demetz 


Beiträge: 3324
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Beitrag vom: 12.04.2015 - 21:50
Ich denke, dass sich das Problem in den nächsten Jahren drastisch verschärfen wird. Sagen wir mal, dass Umlenker zwischen 10 und 20 Jahre (je nach Frequenz) halten. Gerade in den letzten 20 Jahren wurden massenhaft Touren erschlossen (in der Fränkischen sicher an die 10.000 Kletterrouten). Das Betrifft dann tausende Umlenker Und es kommen laufend Weitere Umlenker dazu, bei denen die Lebenszeit in Kürze abläuft |
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