Die älteste noch verwendete Sicherungsmöglichkeit ist die Halbmastwurfsicherung (HMS). Da man hierfür nur einen HMS-Karabiner (Karabiner in Birnenform und mit Schraubverschluß) benötigt, in den das Seil mittels HMS-Knoten eingehängt wird, ist dieser die wichtigste Sicherungsmöglichkeit, die jeder Kletterer beherrschen sollte. Von der Sicherheit her gesehen gehört der HMS auch heute noch zu den besten Sicherungsgeräten. Allerdings ist er etwas schwerer bei der Handhabung und hat einen etwas größeren Seilverschleiß zur Folge.
Um die Handhabung zu vereinfachen, wurden in den letzten jahren viele alternative Sicherungsmöglichkeiten entwickelt, die allerdings alle mehr oder weniger große Sicherheitsmängel haben. Als eine der ersten Alternativen wurde der Abseilachter auch zum Sichern verwendet. Da dieser durch den einfachen Seilverlauf allerdings eine deutlich geringere Bremswirklung hat als der HMS, wird dieser nicht zum Sichern empfohlen. Aber er wird auch heute immer noch von Kletterern verwendet.
Auch überholt sind die sogenannten Stichbremsen, die in den 80er und 90er Jahren oft verwendet wurden. Die Nachfolgegeräte von diesen Sichbremsen, die Tuber, sind heute die wohl am häufigsten verwendeten Sicherungsgeräte. Da diese Tuber bei einer falschen Handhaltung (Bremshand über der Hüfte) so gut wie keine Bremswirkung haben, passieren mit diesen leider auch sehr viele Unfälle. Inzwischen gibt es auch einige auf die Tuber basierenden Geräte, die die Sicherheitsmängel der Tuber beheben. Beispiele hierfür sind der Smart oder der Click Up. In wiefern diese Geräte die Sicherheit beim Klettern erhöhen, wird die Zukunft zeigen.
Als letzte Gruppe der Sicherungsgeräte gibt es noch die Halbautomaten wie das GriGri, Tre oder das Cinch. Wie der Name Halbautomat schon sagt, sind dies keine Vollautomaten. Das heißt, auch beim Halbautomat muss das Bremsseil durchgehend festgehalten werden. Da diese Halbautomaten bei richtiger Handhabung selbstständig blockieren, muss auf die richtige Seildicke geachtet werden. Weiter ist es beim Vorstieg zu empfehlen, dass man zu Seil einziehen etwas von der Wand weggeht und zum Seilgeben wieder einen Schritt an die Wand rangeht. Dies vereinfacht die Handhabung erheblich. Der Vorteil der Halbautomaten liegt nicht darin, dass der Sicherer nicht mehr so aufpassen muss, sondern dass das Seil komplett blockiert. Das heißt, der Sicherer muss nicht mehr den Sturz selbst abfangen, sondern nur noch das Gerät auslösen.
Generell ist zu sagen, dass alle Sicherungsgeräte einwandfrei funktionieren, wenn man diese gewissenhaft und sorgfältig anwendet. Wenn man sich für ein Gerät entschieden hat, dann sollte man dieses auch nicht mehr wechseln, da durch die unterschiedliche Handhabung Anwendungsfehler vorprogrammiert sind.
Auf den folgenden Seiten stellen wir die einzelnen Geräte genauer vor.
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