Mentales Training wird häufig belächelt. Aber wenn man es richtig betreibt, dann kann es durchaus eine Hilfe beim Klettern sein.
Die einfachste Form, die auch fast alle Kletterer machen, ist das Besichtigen einer Klettertour und sich dabei die einzelnen Bewegungen im Kopf vorzustellen. So kann man die einzelnen Züge schneller klettern und man übersieht meist keine Griffe oder Tritte mehr.
Aber was ist nun mentales Training genau?
Hast Du es schon einmal erlebt, dass Du nachts nach einem Traum ganz verschwitzt und mit erhöhtem Puls aufgewacht bist, ohne Dich irgendwie körperlich betätigt zu haben?
Das menschliche Hirn verarbeitet ausschließlich elektrische Impulse, es wrid also alles, was man sieht, hört, schmeckt oder fühlt in eben diese Impulse umgewandelt und dann zum Hirn geschickt. Woher diese Impulse kommen, ist dem Gehirn letztendlich egal.
Und genau hier beginnt das mentale Training, das nichts anderes ist, als dem Hirn elektrische Impulse von positiven Erfahrungen anzubieten und somit auf Dauer routinierter mit Situationen des Alltags umzugehen. Beispielsweise auf die Sturzangst beim Klettern übertragen bedeutet dies, dass man sich immer wieder in einen positiven Sturzverlauf hineinversetzt. So signalisiert man dem Hirn, dass Stürzen nichts schlimmes ist und kann somit mit der Zeit seine Sturzangst reduzieren. Und das ganze auf dem sicheren Boden.
Um die positiven Effekte des mentalen Trainings voll auszuschöpfen ist es sehr wichtig, dass sich der Körper in einem entspannten Zustand befindet und nicht durch andere Umwelteinflüsse gestört wird. Dies kann man wiederum durch Entspannungsübungen erreichen wie das gezielte anspannen von einzelnen Muskelgruppen gefolgt von intensiver Entspannung. Diese Entspannung sollte dann nacheinander mit allen Muskeln wiederholt werden, bis der ganze Körper entspannt und somit empfänglich für positive Gedanken ist.
Da sich das Hirn alle Erfahrungen merkt, ist es wichtig, dass man beim mentalen Training ausschließlich positive Erfahrungen behandelt, da sonst eine negative Wirkung auftreten könnte.
Wir können hier leider das komplexe Thema mentales Training nur ganz oberflächlich ansprechen. Wenn Du Dich näher mit dem Thema beschäftigen möchtest, dann solltest Du Dir entsprechende Fachliteratur besorgen oder noch besser einen Kurs besuchen. Denn nur richtig angewandt bringt Dir mentales Training auch den gewünschten Erfolg.
| Kommentar von Axel
Westermeier. Erstellt am 02.09.2011 - 18:47 Hört sich ganz interessant und auch logisch an. Habs aber noch nie gemacht... |
| Kommentar von Michi
Müller. Erstellt am 03.12.2011 - 13:41 Ich kann mir vorstellen, dass man seine Psyche so begrenzt trainieren kann, aber ob man ein ernstes Problem (Sturzangst) beseitigen oder so eine schwerere Tour klettern kann?????? |
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